
Anja Zeller (Cocon-Verlag)
Die 2., aktualisierte und erweiterte Auflage des erstmals im November 2007 erschienen Buches „Ernst Leitz. Ein Unternehmer mit Zivilcourage in der Zeit des Nationalsozialismus“, aus dem Cocon-Verlag Hanau wurde am 22. April in der Henry und Emma Budge-Stiftung vorgestellt. Anwesend waren der Herausgeber Knut Kühn-Leitz, ein Enkel von Ernst Leitz (1871 – 1956), sowie Frank Dabba Smith, ein amerikanischer Rabbiner, der die Geschichte des Leica-Produzenten und seine Rolle bei der Rettung vor allem jüdischer Familien erforschte. Der Cocon-Verlag hatte einen Büchertisch eingerichtet.
Knut Kühn-Leitz belegte in einem Dia-Vortrag die altruistische Handlungsweise seines Großvaters und seiner Mutter Elsie Kühn-Leitz (1903 – 1985) anhand von Bildern und Briefen. Frank Dabba Smith, angeregt durch eine Leica, die er mit 13 Jahren kaufte, ging zunächst in den USA Spuren nach, die ihn über die New Yorker Leitz-Filiale schließlich nach Deutschland führten. Er beschäftigt sich seit über 15 Jahren mit der Familie Leitz und entdeckt immer wieder neue Zeugnisse für die humanistische Haltung des Produzenten der weltweit ersten Kleinbildkamera, dessen Verhalten an Oskar Schindler erinnert.
JF