Home > Auszeichnungen > 13. Internationaler Comic-Salon: Max und Moritz-Preise an Alan Moore, Hansrudi Wäscher und Hannes Hegen / Jury gibt Nominierungen bekannt

13. Internationaler Comic-Salon: Max und Moritz-Preise an Alan Moore, Hansrudi Wäscher und Hannes Hegen / Jury gibt Nominierungen bekannt

Der britische Comic-Szenarist Alan Moore wird in diesem Jahr für sein Lebenswerk mit dem Max und Moritz-Preis ausgezeichnet. Das erste Werk, das Alan Moore Anfang der 80er-Jahre bekannt machte, war „V für Vendetta“. Der wichtigste Preis für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum wird von Bulls Press, Frankfurt am Main, gestiftet und von der Stadt Erlangen im Rahmen des Internationalen Comic-Salons (22. bis 25. Mai 2008) vergeben.

Mit einem Spezialpreis zeichnet die Jury in diesem Jahr die beiden deutschen Comic-Legenden Hansrudi Wäscher und Hannes Hegen aus. Sie würdigt damit ihre Pionierleistung für den deutschen Comic in West und Ost. Während Hansrudi Wäscher in der Bundesrepublik Deutschland seit Mitte der 50er-Jahre mit auflagenstarken Abenteuergeschichten wie „Sigurd“, „Tibor“ und „Nick“ aufgeregte Debatten über den Wert oder Unwert von Comics auslöste, prägte parallel dazu Hannes Hegen mit seinen „Digedags“ in den von ihm erfundenen Mosaik-Heften eine ganze Generation von Lesern in der DDR.

Die Jury gibt darüber hinaus die Nominierungen in sieben weiteren Kategorien bekannt, darunter die mit 5.000 Euro dotierte Kategorie „Bester deutschsprachiger Comic-Künstler“. Hier sind Anke Feuchtenberger, Isabel Kreitz und Reinhard Kleist nominiert.

Erstmals wird in diesem Jahr auch ein mit 1.000 Euro dotierter Nachwuchspreis vergeben. Die Preisträger in den verschiedenen Kategorien werden bei der Max und Moritz-Gala (Freitag, 23. Mai, 21.00 Uhr) im Rahmen des 13. Internationalen Comic-Salons in Erlangen bekannt gegeben.

Der Max und Moritz-Preis wird in diesem Jahr zum dreizehnten Mal verliehen. Der Preis ist eine Auszeichnung, die Maßstäbe im Bereich der Comic-Kunst gesetzt hat und seit über 20 Jahren wesentlich zur Anerkennung der grafischen Literatur im deutschsprachigen Raum beiträgt. Mit der Verleihung soll die Arbeit herausragender Künstler gewürdigt, verdienstvolle Verlagsarbeit bestärkt und auf junge Nachwuchstalente aufmerksam gemacht werden. Darüber hinaus ist es ein Anliegen des Preises, die Auseinandersetzung über die qualitativen Kriterien zur Beurteilung der Comic-Kunst zu intensivieren.

Der Jury gehören in diesem Jahr an: Denis Scheck (Kritiker, Deutschlandfunk, „Druckfrisch“ ARD), Andreas Platthaus (Journalist, Frankfurter Allgemeine Zeitung), Herbert Heinzelmann (Journalist, Medienwissenschaftler), Brigitte Helbling (Journalistin, Mitglied der Arbeitsstelle für Graphische Literatur der Universität Hamburg), Andreas C. Knigge (Journalist, Publizist), Jan Taussig (Bulls Press) und Bodo Birk (Internationaler Comic-Salon Erlangen).

Neben dem Preis für ein herausragendes Lebenswerk und dem Spezialpreis der Jury legten die Juroren die Nominierungen in folgenden Kategorien fest: „Bester deutschsprachiger Comic-Künstler“, „Bester Comic-Strip“, „Bester deutschsprachiger Comic“, „Bester internationaler Comic“, „Bester Manga“, „Bester Comic für Kinder“ und „Bester Szenarist“. Den Preisträger in der in diesem Jahr erstmals vergebenen Nachwuchs-Kategorie, für die es keine Nominierungen gibt, legt die Jury erst im Rahmen des 13. Internationalen Comic-Salons 2008 fest.

Der Preisträger wird – genauso wie die Preisträger der anderen Kategorien – bei der Max und Moritz-Gala am 23. Mai 2008 (21.00 Uhr, Markgrafentheater) bekannt gegeben.

Max und Moritz-Preis 2008 / Die Nominierungen:

Bester deutschsprachiger Comic-Künstler:
Anke Feuchtenberger, aktuell: Die Hure H wirft den Handschuh, Reprodukt
Reinhard Kleist, aktuell: Berlinoir (3). Narbenstadt, Edition 52
Isabel Kreitz, aktuell: Die Sache mit Sorge, Carlsen Comics

Bester Comic-Strip:
Bolko schreibt Karten an Bronko von Katz & Goldt, Die Zeit / Edition Moderne
Flaschko – Der Mann in der Heizdecke von Nicolas Mahler, Edition Moderne
Sherman’s Lagoon von Jim Toomey, diverse deutsche Zeitungen

Bester deutschsprachiger Comic:
Liebe schaut weg von Line Hoven, Reprodukt
Cash – I see a darkness von Reinhard Kleist, Carlsen Comics
Der 35. Mai. Als Comic von Isabel Kreitz, Cecilie Dressler Verlag

Bester internationaler Comic:
Gus (1). Nathalie von Christophe Blain, Reprodukt
Die heilige Krankheit. Geister von David B., Edition Moderne
Komm zurück, Mutter von Paul Hornschemeier, Carlsen Comics
Der alltägliche Kampf (3). Kostbarkeiten von Manu Larcenet, Reprodukt
Die Katze des Rabbiners (5). Jerusalem in Afrika von Joann Sfar, avant-verlag

Bester Manga:
What a Wonderful World! von Inio Asano, EMA
Lady Snowblood (1). Kind der Rache von Kazuo Koike & Kazuo Kamimura, Carlsen Comics
Vertraute Fremde von Jiro Taniguchi, Carlsen Comics

Bester Comic für Kinder:
Der 35. Mai. Als Comic von Isabel Kreitz, Cecilie Dressler Verlag
Mouse Guard (1). Herbst 1152 von David Petersen, Cross Cult
Die Entdeckung des Hugo Cabret von Brian Selznick, cbj Verlag

Bester Szenarist :
Marguerite Abouet, aktuell: Aya (2), Carlsen Comics
Kazuo Koike, aktuell: Lady Snowblood (1). Kind der Rache, Carlsen Comics
Olivier Ka, aktuell: Warum ich Pater Pierre getötet habe, Carlsen Comics

Spezialpreis der Jury:
Hansrudi Wäscher und Hannes Hegen, in Würdigung ihrer Pionierleistung für den deutschen Comic in West und Ost

Sonderpreis für ein herausragendes Lebenswerk:
Alan Moore, aktuell: Lost Girls, Cross Cult

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige