Seit 2001 führt der Verein Buchkinder Leipzig e.V. [mehr…] Kinder und Jugendliche

Birgit Schulze-Wehninck
zwischen vier und achtzehn Jahren auf eine kreative Weise an das Buch heran: Aus Geschichten entstehen Bilder, aus Bildern werden Geschichten entwickelt. Und aus den Geschichten und Bildern werden echte Bücher gemacht. Die originalgraphischen Bücher, Plakate, Postkarten und besonders der Buchkinder-Kalender fanden auf Märkten und Messen reißenden Absatz. Jetzt werden die Buchkinder in Leipzig eine Kinder- und Jugendbuchhandlung eröffnen [mehr…]. buchmarktde sprach mit Birgit Schulze-Wehninck (Geschäftsführender Vereinsvorstand und Gesellschafterin), Nadine Loos (Buchkinder Verlag) und Susann Struppert (Buchladen).
buchmarkt.de: Wie kam es zu dem Entschluss, jetzt eine Buchhandlung zu eröffnen?
Birgit Schulze-Wehninck: Unsere Kurse haben eine ungeheure Nachfrage, insgesamt nehmen 100 Kinder, die Schulkooperationen hinzugezählt, sogar 200 Kinder an ihnen teil. Und wenn die Kinder ihre Bücher machen, ist es auch wichtig, die zu präsentieren. Da hat es sich gezeigt, dass es ein interessiertes, vor allem auch erwachsenes, Publikum gibt. Das muss natürlich diese Bücher auch kaufen können.
Zugleich haben wir von Anfang an das Internet sehr ernst genommen und die Bücher auf unsere Website gestellt. Viele, die uns auf der Frankfurter oder Leipziger Messe kennen gelernt haben, haben anschließend online Bücher bestellt. Wir haben Abnehmer und einen Fankreis im gesamten deutschsprachigen Raum. Im Grunde ist die Eröffnung der Buchhandlung in Leipzig nur ein konsequenter Schritt.
Wie anderswo dominieren auch in Leipzig Buchhandelsketten mit großen Kinderbuchabteilungen die Szene. Wo nehmen Sie angesichts dessen den Mut her, eine spezielle Kinder- und Jugendbuchhandlung zu eröffnen?
Nadine Loos: Wir denken, dass wir es in einer Stadt mit 500.000 Einwohnern mit einer solchen Spezialisierung durchaus wagen können. Es gibt ja auch noch keine Kinder- und Jugendbuchhandlung in Leipzig. Außerdem arbeiten wir seit Jahren mit unserer Käufergruppe, mit den Kindern, aber auch mit den Eltern. Daher wissen wir auch, dass die unzufrieden sind, mit dem, was angeboten wird.
Sind darüber hinaus „events“ geplant?
Nadine Loos: Ja, wir verstehen die Buchhandlung auch als Kulturort. Die Kinder werden regelmäßig Lesungen halten und ihre Bücher vorstellen. Wir wollen einfach Leben in der Buchhandlung.
Haben Sie konzeptionelle Vorbilder?
Susann Struppert: Wir haben uns beispielsweise die „Pusteblume“ in Dresden angeschaut und uns dort Anregungen geholt. Aber die Idee war schon vorher da. Uns geht es darum, die Kinder nicht an den Rand zu drängen. Im Gegenteil: Um eine Säule herum wird im Zentrum des Ladens ein Spielbereich geschaffen, wo die Kinder malen und sich Bücher angucken können. Die Spiele werden Teil des Geschehens im Buchladen sein. Dadurch sollen die Eltern auch freier und entspannter einkaufen können.
Wann geht es los?
Susann Struppert: Am 16. Mai wird eröffnet. Aber die offizielle Eröffnungsfeier findet am 30. Mai statt, natürlich mit Lesungen und Musik. Es soll auch eine Feuershow mit den „Lichtgestalten“ geben und eine Aufführung des Knalltheaters. Und dann lustiges Beisammensein bei Zuckerwatte und Sekt.
Interview: Olaf Schmidt