Am kommenden Sonntag erhält der Stuttgarter Literaturwissenschaftler Heinz Schlaffer in Berlin den mit 8.000 Euro dotierten Heinrich-Mann-Preis für Essayistik der Akademie der Künste. Die Laudatio hält Thomas Steinfeld.
Auf radikale Weise mobilisiere Heinz Schlaffer gegen die antiquarischen Versuchungen der Literaturgeschichte die Ansprüche der ästhetischen Urteilskraft, heißt es in der Begründung der Jury, der Lars Gustafsson, Lothar Müller und der Preisträger des Vorjahres, Karl Heinz Bohrer, angehören. „So repräsentiert sein Werk in vorbildlicher Weise die selten gewordene Einheit von Philologie und Literaturkritik.“
Zuletzt erschienen von Heinz Schlaffer „Die kurze Geschichte der deutschen Literatur“ und „Das entfesselte Wort. Nietzsches Stil und seine Folgen“ im Hanser Verlag.
Der Preis für Essayistik wird jährlich durch eine unabhängige dreiköpfige Jury vergeben.
Die Preisträger der vergangenen Jahre waren Karl Heinz Bohrer (2007), Peter von Matt (2006) und Ivan Nagel (2005).
Informationen unter www.adk.de