Mehr als 300 Lesungen waren für die Linzer Buchmesse „LITERA“ (23. bis 27. April/Design Center) angekündigt worden, 122 werden es werden [mehr…], melden die „Oberösterreichischen Nachrichten“. Zu den ursprünglich fünf ausgelobten Literatur-Preisen soll es auch nicht kommen, schreibt das Blatt. Veranstalter Berthold Greif hat – wie es heißt – seine Pläne zusammenstutzen müssen. Sponsoren und die Förderungsstellen der öffentlichen Hand nicht in erwartetem Maße zusammenkamen.
25.000 Besucher erwartet Greif bei der LITERA. 6000 brauche er, um keine Miesen zu machen. Gerade aber beim Geld scheint das Problem zu liegen: „Das Design Center wartet trotzdem auf die seit mehr als einer Woche überfällige Raummiete“, schreibt die Zeitung. Greif: „Das Geld wird vor Messebeginn überwiesen – das ist fix.“
Im Vertrag – so die OÖ Nachrichten, stehe aber, daß die Gesamtsumme einen Monat vor Aufbaubeginn zu bezahlen sei. Design-Center-Direktor Thomas Ziegler: „Es passiert gelegentlich, dass die Zahlungsmoral unserer Kunden nicht einwandfrei ist. Aber ich habe Herrn Greif mitgeteilt, dass ich bereit bin, unser Haus trotz unserer Vereinbarung zum ersten Mal geschlossen zu lassen, wenn er das Geld nicht bald überweist.“
Die Kalkulation der LITERA belaufe sich auf 522.000 Euro, 254.000 davon bewertet Greif als Eigenleistungen seines Teams. Den Rest verschlingen Technik, Miete, Stände, und, und, und. 125.000 Euro habe der Verkauf der Messestände gebracht. Auf insgesamt 2500 Quadratmeter werden diese „in lockerer Bauweise“ verteilt sein.
Beim Land Oberösterreich sei er nach der Ablehnung seines Förderansuchens [mehr…] erneut vorstellig geworden. Greif: „Alle waren sehr interessiert, aber wenn ich vom Land nichts bekomme, werd’ ich die oberösterreichischen Autoren bitten, dass sie gratis lesen.“