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Berlin: Buchhandlung Menger in Tempelhof feierte ihr 60jähriges Bestehen

Helga von Sichart, Christian Brückner
© Ralf Flucke

Am Samstag feierte die Buchhandlung Menger am Tempelhof Damm ihr 60-jähriges Bestehen. Vor rund 60 geladenen Gästen, darunter Stammkunden, Verlagsvertreter und Autoren, las Schauspieler Christian Brückner in der Tempelhofer Spukvilla aus dem Fantasy-Klassiker „Die Weiden“ von Algernon Blackwood aus dem Verlag Heinrich & Hahn. Dass gerade dieser Titel ausgewählt wurde, war kein Zufall. „Die Weiden“ feiern in diesem Jahr auch ein Jubiläum: Sie erschienen erstmals vor genau 100 Jahren.

Die Buchhandlung Menger, ein 65 Quadratmeter großes allgemeines Sortiment, das vor acht Jahren von Helga von Sichart übernommen wurde, ist die einzige Buchhandlung im Bezirk, die sich neben den Ketten behaupten konnte. Vor genau 60 Jahren gehörte sie zu den ersten, die von den Alliierten die Lizenz für eine Buchhandlung erhielten. Doch die Geschichte führt noch weiter zurück. Alfred Menger hatte das Geschäft bereits 1931 gegründet, musste aber nach der Machtergreifung schließen.

Dem fortschreitenden Niedergang des Einzelhandels im Kiez setze Hega von Sichart im Frühjahr die Literaturreihe „Ohrenschmaus“ in der Spukvilla entgegen. Mit Erfolg. Die monatlichen Veranstaltungen mit Autoren wie Werner Bräunig und Ulrich Peltzer sind stets gut besucht.

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