
Das geräumige Antiquariat der Buchhandlung Schutt in Frankfurt-Bornheim war so voll, dass noch im Hof ein Zelt aufgebaut war, um die Lesung nach draußen zu übertragen – auch im Zelt hatten sich bei nicht eben sommerlichen Temperaturen viele Zuhörer eingefunden, um Michael Herl zu hören.
Der 1959 in Pirmasens geborene und seit 1982 in Frankfurt beheimatete Autor und Leiter des Stalburg-Theaters zeigte sich nicht nur als Kenner Frankfurter Spezialitäten, Eigenheiten und Absonderlichkeiten, sondern auch mit viel Verständnis für die kleinste Metropole der Welt. Seitenhiebe auf die Nachbargemeinden – augenzwinkernd natürlich – bleiben dabei nicht aus.

Frank Wolff, begnadeter Cellist und eigenwilliger Interpret auf dem Instrument (früher Frankfurter Kurorchester), das ihm auf den Leib geschneidert zu sein scheint, spielt zwischen den Kapiteln und kommentiert das Gelesene gleichermaßen musikalisch.
Michael Herl und Frank Wolff erhielten viel Applaus. Die Schlange derer, die anschließend ihre Bücher signieren lassen wollten, schien gar kein Ende zu nehmen.
Das zweite Heimatkunde-Buch von Hoffmann und Campe verrät, warum es sich in Baden so gut leben lest. Autor ist Karl-Heinz Ott.
Nach Auskunft von Lektorin Daniela Schlingmann wird die Heimatkunde-Reihe im nächsten Jahr fortgesetzt.
JF