
Tielebier-Langenscheidt
Im Namen des französischen Ministers für Kultur und Kommunikation zeichnet der französische Generalkonsul Graham Paul am 24. Oktober in München den Seniorverleger Karl Ernst Tielebier-Langenscheidt mit dem Orden eines Ritters für Kunst und Literatur aus.
Der Orden „Chevalier des Arts et des Lettres“ ist eine hohe Auszeichnung, mit der Frankreich das Lebenswerk des Verlegers ehrt, der den historischen Auftrag des Langenscheidt Verlages ganz wörtlich in der Völkerverständigung sah. Verstehen und sich verständlich machen können sind die kulturellen Vorraussetzungen für das Leben in einer zunehmend vernetzten Welt.
1948 übernahm der am 27. Juli 1921 in Berlin geborene Karl Ernst Tielebier-Langenscheidt den Verlag von seinem Großvater. Über 40 Jahre lang folgte er der Devise des Verlages, betrat neue Wege und arbeitete mit zahlreichen internationalen Kooperationen wie mit Larousse oder Hachette an der länderübergreifenden Aufgabe. In dieser Zeit wurde der „Sachs-Villatte“ neu aufgelegt und eine Vielzahl von französischen Wörterbüchern entwickelt. Außerdem etablierte er das legendäre, nach Größen sortierte „Langenscheidt-Wörterbuchsystem“, zugeschnitten auf die Ansprüche verschiedenster Zielgruppen. Rund 20 Millionen Exemplare von Wörterbüchern und Sprachlernmaterialien sind während seiner aktiven Verlegerzeit allein für die französische Sprache erschienen.