Was macht ein Lektor eigentlich?, hat sich das Freiburger Stadtmagazin „Fudder“ gefragt und Rudolf Walter beim Verlag Herder gefragt.
Dort leitet und koordiniert Walter die einzelnen Lektoratsbereiche. „Den ganzen Tag Manuskripte lesen? Sie gut finden oder ablehnen? Herr Walter bereinigt im Interview einige Klischeevorstellungen und erzählt von seinem Berufsalltag.“
„Für den Lektor ist ein Buch in erster Linie ein Produkt, das sich auf dem Markt zu bewähren hat. Man kann die schönsten Bücher machen. Wenn man aber keine Leser findet, geht der Verlag schneller pleite, als man denkt. Leider ist ein gutes Buch nicht mit einem sich gut zu verkaufenden gleich zu setzen. Wichtig ist es, die Balance zu finden: Zwischen Inhalt, Qualität und Lesebedürfnis. Dafür muss man eine bestimmte Nase für Dinge haben, die in der Luft liegen.“