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Turi.de: Ruppert Murdoch könnte das Aus für bezahlten Inhalt im Netz einläuten.

Der Internetdienst turi-2.blog.de bringt auf den Punkt, was viele fürchten, nachdem Ruppert Murdoch heute angekündigt hat, die Inhalte des Wall Street Journal (WRJ) unbezahlt im Internet zu veröffentlichen: Killt das Internet die älteste Finanzierungsquelle der Medien, die Abogebühr?

„Es sieht fast so aus, denn der visionäre Verleger Rupert Murdoch will eine der profitabelsten Bezahlseiten im Web künftig kostenlos anbieten. Sollte Murdoch beim „Wall Street Journal“ auf 65 Mio Dollar Abo-Gebühren verzichten, um das Anzeigengeschäft von derzeit 75 Mio Umsatz zu pushen, dürfte Paid Content im großen Rahmen tot sein“, so der Online-Dienst.

Auch andere Medien setzen sich mit dieser Ankündigung kritisch auseinander, wie zum Beispiel Spiegel Online. Dort wird über die Gründe spekuliert, die Murdoch zu diesem Schritt bewogen haben. „Die Rechnung der Medien-Manager ist einfach: Im ersten Schrift fallen die Abo-Einnahmen weg. Aber das kostenfreie Angebot lockt neue Nutzer an und sobald das Publikum kräftig genug gewachsen ist, dürften die Werbeerlöse die Abo-Verluste nicht nur wettmachen, sondern auch weit übertreffen.“, heißt es dort. Allerdings: „Eine aufgerufene Seite bringt bei WSJ.com viermal so viel Werbegelder wie bei der weitgehend kostenfreien – und beliebten – Konkurrenz von Nytimes.com. Sprich: Die zahlenden Kunden bei WSJ.com sind Werbetreibenden mehr wert als die vielen, nicht so attraktiven Online-Leser der „New York Times.“, gibt der Spiegel zu bedenken.

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