Jetzt sickert mehr über das Projekt „Rhett“ durch, von dem wir im Juli-Heft schon berichtet haben: Rhett Butlers Geschichte, von Margaret Mitchell 1936 in ihrem epochemachenden Roman „Vom Winde verweht“ zum Leben erweckt und dank Clark Gable unsterblich geworden, wird jetzt weiter erzählt:
Die Erben Margaret Mitchells haben Donald McCaig berufen, diesen Roman zu verfassen, der im November im Hoffmann und Campe Verlag zeitgleich mit der amerikanischen Originalausgabe erscheint.
Bei Hoffmann und Campe laufen alle Vorbereitungen zur Veröffentlichung dieses wichtigen, in 20 Länder verkauften Titels auf Hochtouren. Die Geschäftsführung des Hoffmann und Campe Verlags betont, dass „Rhett“ der uneingeschränkte Spitzentitel des Herbstes sein wird. „Dass ein Buch wie ‚Vom Winde verweht’ die Welt der Literatur über Generationen hinweg zur Auseinandersetzung einlädt und zu Fortschreibungen inspiriert, ist ein seltenes Phänomen. Unsere Erwartungen für ‚Rhett’ sind hoch, weil uns die Qualität des Romans überzeugt und weil Hoffmann und Campe bereits mit der ersten Fortschreibung des Mitchell-Romans ‚Scarlett’ einen in der Verlagsgeschichte unvergesslichen Erfolg landen konnte.“
Die Handlung umfasst die Zeitspanne zwischen 1843 und 1874 und damit fast zwei Jahrzehnte mehr als „Vom Winde verweht“, der vorwiegend vor dem Hintergrund der Bürgerkriegswirren in den 1860ern spielte. Ein Duell zwischen dem jungen Rhett Butler und dem Bruder der späteren Prostituierten Belle Watling bildet den dramatischen Auftakt zu dem Roman. Donald McCaig erzählt aber auch von Rhetts Kindheit und Jugend auf einer Reisplantage, seinen Freunden und Gegnern und den Erlebnissen als Blockadebrecher im Bürgerkrieg. Wie Belle Watling spielt auch ihr unehelicher Sohn Taz eine wichtige Rolle. Schließlich weiß man, wie der Mann, der am Ende von Margaret Mitchells Roman die Liebe seines Lebens so unversöhnlich verlassen hat, denkt und fühlt. Wird es diesmal zum ersehnten Happy End kommen?
Donald McCaig (geboren 1940) hat sich als Autor etlicher Romane über den amerikanischen Bürgerkrieg bereits einen Namen gemacht und mehrere Preise erhalten, darunter den John Esten Cooke Award für die beste Südstaatenliteratur. Die Nachlassverwalter Margaret Mitchells seien nicht am schnellen Geld, sondern an einem überdauernden, literarisch hochwertigen Werk interessiert, so die Sprecher der Erben. Sechs Jahre lang schrieb und recherchierte Donald McCaig vor Ort und in historischen Archiven.