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Finderlohn für Gummienten, die Eric Carle zu einem Bilderbuch inspirierten

Als 1992 eine Frachterladung mit 29.000 Gummienten im Pazifik über Bord ging, ahnte noch niemand die Folgen. Seit 15 Jahren treibt das Badewannenspielzeug auf den Weltmeeren und beschäftigt seitdem Ozeanforscher und den Illustrator Eric Carle. 2005 erschien sein Bilderbuch „10 kleine Gummienten“ (Gerstenberg Verlag), inspiriert durch immer wieder neue Funde der inzwischen verblichenen, aber durch die Firmenaufschrift identifizierbaren Enten.

Auch in Heinrich Steinfests mehrfach ausgezeichneten Kriminalroman „Der
Umfang der Hölle“ (Serie Piper) wird die Flottille auf den Seiten 272 f. gesichtet und mit mit bedenkenswerten Reflexionen bedacht.

Nun sagen die Forscher eine Landung an den Stränden Südenglands voraus. Zuletzt wurden Funde von der nordamerikanischen Ostküste gemeldet. Der Ozeanograph Curtis Ebbesmeyer aus Seattle setzte mehrmals das Ozeanströmungs-Computermodell Oscurs auf den Fall an. Die quietschenden Fundstücke bestätigten die Vorberechnung immer wieder, und so wurden wichtige Aufschlüsse über Meeresströmungen und die Zuverlässigkeit von Oscurs gewonnen.

Bis 2022 werden die Gummienten wohl zehn Weltreisen hinter sich haben, es sei denn, die Engländer fischen sie vorher aus dem Wasser. Der amerikanische Hersteller hat bereits 50 Pfund Finderlohn pro Stück ausgesetzt.

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