Der Sammeltag am vergangenen Sonntag, zu dem die Berliner Akademie der Künste im Rahmen ihrer Ausstellung „Kempowskis Lebensläufe“ aufgerufen hatte, fand ein gutes Echo. Zwar konnte Walter Kempowski wegen seines Gesundheitszustands nicht persönlich teilnehmen, er wurde aber von seinem Sohn Karl Friedrich Kempowski vertreten.
Der Aufruf, persönliche biographische Dokumente wie Tagebücher, Briefwechsel oder Fotoalben zu übergeben, richtet sich hauptsächlich an Menschen mit Migrationshintergrund. Bis jetzt konnten nach Angaben der Akademie 20 neue Konvolute mit Zeugnissen privater Familiengeschichten in Kempowskis Archiv der unveröffentlichten Biographien integriert werden. Einige Besucher nutzten den Sammeltag auch für erste Kontaktaufnahme bzw. Nachfragen, so dass ein weiterer Zuwachs an Biographien zu erwarten ist.
Die Ausstellung „Kempowskis Lebensläufe“, die noch bis zum 15. Juli am Pariser Platz zu sehen ist, zeichnet mehr als 100 Jahre erlebter und dokumentierter, archivierter wie literarisch gestalteter Geschichte seit Ende des 19. Jahrhunderts nach.
Weitere Informationen im aktuellen BuchMarkt und unter www.adk.de/kempowski