Die britische Nachrichtenagentur Reuters hat einer Übernahme durch den Informationsdienstleister Thomson zugestimmt [mehr…], meldet SPIEGEL-Online.
Durch die Fusion versprechen sich Thomson und Reuters Einsparungen von über 500 Millionen Dollar jährlich. Der Konzern will 8,8 Milliarden britische Pfund für das Traditionsunternehmen zahlen.
Wie Reuters selbst gemeldet hat, hatte Thomson für den Deal seine seine Lehrbuchsparte für rund 5,7 Milliarden Euro an Investmentfonds verkauft. Das Geschäft soll bis zum dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Mit den Bar-Erlösen aus dem Verkauf rüstet sich Thomson für die geplante Übernahme des britischen Nachrichtenkonzerns Reuters im Wert von rund 13 Milliarden Euro.
Bertelsmann hatte offensichtlich mit um die Sparte geboten. Reuters bezieht sich dabei auf Branchenkreise, wonach der Gütersloher Medienkonzern über seinen neu aufgelegten Medienfonds und den Partnern Blackstone Group, Thomas H. Lee Partners und Bain Capital fast bis zum Schluss bei der Auktion dabei. Der Preis sei Bertelsmann als strategischem Investor letztlich zu hoch gewesen, um einen vernünftige Rendite aus der Investition zu ziehen, sagte ein Kenner aus der Branche. Bertelsmann wollte sich nicht äußern, so Reuters