Lange galt Google als unkonventionell. Doch nun haben die Kalifornier auch das klassische Unternehmens-Einmaleins gelernt: Einem Pressebericht zufolge baut die Firma ein europaweites Netzwerk an Lobbyisten auf, um rechtzeitig politischen Widerstand zu bekämpfen, meldet SPIEGEL online.
Nach Informationen der „Financial Times“ hat Google im März Stellen für mindestens zehn europäische Hauptstädte ausgeschrieben. Gesucht werden Mitarbeiter, die sich mit Leidenschaft für die „Expansion eines freien und offenen Internets“ einsetzen. Im Klartext: Goolge will Lobbyisten.
Das neue Lobbynetzwerk soll sich mit Internet-Themen wie „Privatsphäre, freier Meinungsäußerung, Urheberrecht, Wettbewerb sowie der Regulierung von Online-Inhalten, Werbung und Technologien“ auseinander setzen, zitiert das Blatt die Stellenangebote.
Google dürfte seinen Einfluss vor allem in Brüssel ausbauen, um dort Anhänger für seine Sicht des Urheberrechts zu finden. Das Unternehmen ist wegen der Einstellung von fremdem Material in seine Videoplattform YouTube und wegen der Digitalisierung von Millionen von Büchern umstritten.