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DREI FRAGEN AN Hartwig Bögeholz zur beabsichtigten Gründung eines „AUB e.V.“

Zunächst war es nur ein loser Zusammenschluss von Buchhändlern, jetzt will sich die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Buchhändler (AUB) eine Form geben und einen Verein gründen [mehr…]. Damit will der Verbund auch gegenüber Verlagen als Partner auftreten können. buchmarkt.de sprach mit Hartwig Bögeholz, Inhaber der Jürmker Bücherstube in Bielefeld, einer der Gründungsmitglieder der AUB.

Hartwig Bögeholz

buchmarkt.de: Mit der Gründung eines Vereins kommen Sie immer mehr in das Fahrwasser, eine Konkurrenz zum Börsenverein zu werden. Wie sehen Sie sich?
Bögeholz: Natürlich nicht als Konkurrenz. Alle haben gestern bekundet, dass sie im Börsenverein bleiben werden. Die Gründung beruht auf der nüchternen Diagnose des Marktgeschehens. Dennoch ist zu beobachten, dass viele wegen Unzufriedenheit aus dem Börsenverein austreten. Gerade in dem Bereich der unabhängigen Buchhandlungen brechen die Mitglieder weg, weil zu wenig passiert. Ich glaube eine Gründung wie die unsere kann für den Börsenverein nur gut sein, der wegen seiner Strukturen nur zu langsam handeln kann. Das schließt natürlich nicht aus, dass auch ausgetretene Mitglieder zu uns kommen.

Was wollen Sie tun, damit sich Ihre Mitglieder ausreichend vertreten fühlen?
Mit dem Verein wollen wir einen höheren Grad von Verbindlichkeit schaffen. Durch eine verbreiterte Basis kann zusammengetragen werden, was wir bisher noch nicht beachtet haben, auch gestern kamen viele neue Anregungen. Ansonsten gelten unsere Forderungen, wie sie bisher aufgestellt wurden. Wir wollen ein höheres Maß an der Kooperationen unter uns und ein neues Miteinander mit den Verlagen und Zwischenbuchhändlern erreichen.

Welche Vorteile bringt jetzt die Organisation in einem Verein?
Das werden wir sehen. Eine Handvoll, darunter große Verlage, haben nur darauf gewartet, um einen geeigneten Ansprechpartner zu haben, viele weitere haben vorsichtig signalisiert, dass sie mit uns zusammenarbeiten wollen. Es ist allen klar, wir müssen jetzt handeln. Für uns gilt das Motto der Handballweltmeisterschaft: „Wann sonst, wenn nicht jetzt?“ Wir haben nur diese eine Chance.

Die Fragen stellte Matthias Koeffler

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