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Weihnachtsgeschäft: Reiche Bescherung für Online-Händler

Von dieser Euphorie kann der Buchhandel nur träumen. Alleine am vergangenen Wochenende setzten Anbieter wie Amazon.com 643 Mio. Dollar um, was einer Steigerung von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht, meldet IT-News.

BEstätigt wird das Ergebnis von OXID eSales GmbH, Hersteller von E-Commerce-Software, der alle Jahre wieder Online-Händler nach dem Verlauf des Weihnachtsgeschäft befragt. Nicht nur die Zufriedenheitsquote von 84,9 Prozent, sondern vor allem die Höhe der Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahresweihnachtsgeschäft lassen die Online-Händler jubeln.

So gab jeder Dritte (35,8 Prozent) an, seine Umsätze im Weihnachtsgeschäft um mehr als 25 Prozent gegenüber 2006 steigern zu können. OXID-Geschäftsführer und Roland Fesenmayr ist sich sicher, dass dieses Wachstum nicht allein auf Vorzugseffekte durch die Mehrwertsteuererhöhung am 1. Januar 2007 zurück zu führen ist. „Da der größte Ansturm auf die Online-Händler jetzt kurz vor dem Fest bereits abgeflaut ist, kann man festhalten, dass für den weit überwiegenden Teil das Weihnachtsgeschäft 2007 außergewöhnlich gut war“, resümiert Fesenmayr, der auch Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce im BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) ist die Ergebnisse der Umfrage.

Insgesamt 93 Online-Händler haben sich an der Umfrage, die in den letzten Tagen durchgeführt wurde, beteiligt. Die Ergebnisse bestätigen nicht nur die wachsende, allgemeine Konsumbereitschaft, sondern untermauern die zentrale Bedeutung des Online-Handels. So liegen die Umsatzzuwächse im Weihnachtsgeschäft bei jedem fünften Händler (19,4 Prozent) in diesem Jahr sogar bei mehr als 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bei jedem achten Online-Shopbetreiber sogar um mehr als 75 Prozent. Lediglich 6,4 Prozent verbuchen sinkende Umsätze.

„Wir haben nicht geglaubt, dass nach dem sehr guten Weihnachtsgeschäft 2005 nochmals eine Steigerung möglich wäre. Man spürt dass E-Commerce mittlerweile etabliert ist“, so Uwe Haardt, Geschäftsführer www.yogishop.de. Insgesamt schlägt die positive Bilanz umso stärker zu Buche, wenn man dabei berücksichtigt, dass 81,5 Prozent der Online-Händler mehr als 20 Prozent ihrer gesamten Umsätze im Weihnachtsgeschäft, also im November und Dezember tätigen. Im zurückliegenden Jahr galt das gerade einmal für knapp die Hälfte der befragten Händler.

„Vor allem die grundsätzlich verbesserte Konsumbereitschaft und das wachsende Vertrauen in den E-Commerce, dürfte das Geschäft derart angetrieben haben“, so Fesenmayr weiter. Und glaubt: „Die Zeiten der Schnäppchenjagd im Internet gehen auch in Deutschland dem Ende entgegen, die Verbraucher setzen vor allem auf den Zeit- und Servicevorteil“, sagt Fesenmayr.

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