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Buch Markt Forum: Mirza Hayit fordert die Verlage auf, Macht des Handelns zurückzugewinnen

Mit provokativen Thesen hat Mirza Hayit, Geschäftsführer der Haufe Mediengruppe heute auf dem Buch Markt Forum [mehr…] die Verlage dazu aufgerufen, die Macht des Handelns wieder zurückzugewinnen. Dabei bezog sich Hayit auf den BuchMarkt-Artikel mit dem Titel „Der Handel hat die Macht“ (BuchMarkt 9/2006).

„Was mich aufregt ist, dass ein Verleger in dem Artikel sagt, er wolle nicht darüber reden, wir müssen darüber reden“, sagt Hayit. Denn: Die Realtität im Handelsvertrieb aus Sicht des einzelnen Verlages sei düster. Wörtlich: „Es gibt kein Marktwachstum über den Handel.“ Dagegen: „Die Backlist wird kurzlebiger, die Konditionen bewegen sich auf Höchstniveau, der Deckungsbetrag der Verlage verschlechtert sich zunehmend und die Abhängigkeit von einzelnen Händlern kann für einen Verlag zur Überlebensfrage werden“, so Hayit. Für ihn stehe in der Realtität längst fest: „Nur wer die Großen zahlt, ist auch dabei.“ Zudem kritisierte er, dass der Zwischenbuchhandel durch das Einrichten von Warengruppenpaketen eine Vorselektion vornehme, die die Verlage nicht hinnehmen müssten. „Dann müssen wir über veränderte Konditionen bei den Barsortimenten nachdenken“, forderte Hayit die Verlage auf.

Für die Verlage bringe dagegen der Handel nach Hayits Worten zunehmend Nachteile. Der Handel kenne seine Kunden nicht, kritisierte der Freiburger. So reagiere der Handel nicht schnell genug auf die sich beschleunigende Online-Situation. „Mit Service-Vorteilen, die der Kunde online erhält, kann der stationäre Handel nicht mithalten“, so Hayit wörtlich.

Um aus der Macht des Handels herauszukommen, plädierte Hayit für ein zielgruppengerechtes Marketing bei den Verlagen. „Treiben wir den Prozess eigentlich noch, haben wir noch alles im Griff oder treibt der Kunde uns“, fragte Hayit in diesem Zusammenhang. Die Verlage müssten deshalb zielgruppengerechte Vertriebskanäle aufbauen.

Als wichtigste Maßnahme schlug er vor, in alles zu investieren, was mit „e“ anfängt, das heißt Vermarktung über elektronische Kanäle. Außerdem seien die Communities von Nutzergruppen einer der wichtigsten Ansatzpunkte für Verlage in ihrer zukünftigen Marketingarbeit.

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