Der Inhaber der Buchhandlungen Bestseller mit Filialen in St. Pölten, Vösendorf und

Wien, Karl Pus, hat vom Franzosen Eric Hardin die Präsidentschaft des Internationalen Buchhändler Verbands (IBF/IBV) übernommen.
Pus ist seit über 30 Jahren Buchhändler und seit 25 Jahren international in der Branche tätig. Auch national kümmert er sich als Funktionär um die Anliegen des Buchhandels.
Der IBF/IBV dient in erster Linie dem Wissensaustausch und der Beobachtung von internationalen Entwicklungen. Ein besonderes Thema für den neu gewählten Präsidenten ist die rasche, die Branche vielleicht stark veränderbare, Entwicklung der Digitalisierung von Texten.
Der IBF gehören 35 Länder oder überregionale Verbände an: u.a.: der Pan Africa Buchhändlerverband, die EBF (Europäischer Buchhändler Verband) jeweils mit ihren Mitgliedsländern, China, USA, Australien, Russland, Brasilien.
Mit Karl Pus wurde in der 50-jährigen Geschichte des Internationalen Buchhändler Verbandes, erstmals ein Österreicher Präsident.
Der IBF wurde 1956 gegründet; Österreich war mit dem Buchhändler Otto Georg Prachner Gründungsmitglied. Ein wichtiger Aspekt für die Gründungsväter war „Free flow of books“ – in der damaligen Zeit, wenn man z.B. an die Franco-Diktatur in Spanien denkt, kein einfaches Vorhaben. Der IBF, der auch der UNESCO angeschlossen ist, hat u.a. bei der Entstehung des Internationales Welttages des Buches mitgewirkt und war bei der Entwicklung des österreichischen Preisbindungsgesetzes sehr hilfreich. Die jährliche Vollversammlung des Verbandes findet in jeweils einem anderen Mitgliedsland statt. Seminare, in erster Linie für den unabhängigen unternehmergeführten Buchhandel, werden vorwiegend während der Buchmessen in Frankfurt und London durchgeführt. Seit dem Jahr 1957 wird – sehr erfolgreich – im Rahmen des Verbandes, der „ICYB – IBF Congress for Young Bookseller“, veranstaltet.