Mit der Gründung von UTB:forum möchte die UTB eine neue Händlermarke etablieren, die wie in einem Warengruppenpaket funktionieren soll. Im Gespräch mit buchmarkt.de erläutert Hühn das neue Vertriebssystem.

buchmarkt.de: Herr Hühn, was bietet dem Buchhändler die neue Vertriebsgemeinschaft?
Hühn: Zwölf Verlage aus der UTB haben sich zusammengeschlossen und haben die Vertriebsgemeinschaft UTB:forum gegründet. Mit ihr soll der Buchhändler alles aus einer Hand bekommen. Wir werden eine Vorschau produzieren, die über einen Vertreter kommuniziert wird mit einheitlichen Konditionen für alle Verlage und der Buchhändler erhält alle bestellten Bücher, von einer Auslieferung, nämlich der Brockhaus Commission, in einer Sendung mit einer Rechnung. Außerdem werden wir das Angebot in der Vorschau gleich den Warengruppen zuordnen. Wenn Sie so wollen ist das eine Art Warengruppenpaket mit Mehrwert.
buchmarkt.de: Worin besteht denn der Mehrwert?
Wir denken, was die Barsortimente mit ihren Warengruppenpaketen können, können wir besser. Mit dem Vertreter bekommt der Buchhändler eine professionelle Beratung an seine Seite. Der Vertreter kann das „Warengruppenpaket“ individuell mit dem Buchhändler zusammenstellen. Außerdem denken wir darüber nach, Seminare und Fortbildungsveranstaltungen für Buchhändler anzubieten, damit er in die Thematik Wissenschaft besser einsteigen kann.
buchmarkt.de: Warum haben Sie diese neue Gemeinschaft gegründet?
Wir haben gemerkt, dass die Nachfrage nach dem Fachbuch unglaublich groß ist, aber sie immer weniger über den Handel befriedigt wird, sondern zunehmend über andere Vertriebswege, wie zum Beispiel großen Internetbuchhandlungen. Und das ist auch verständlich: Viele Verlage sind nicht so aufgestellt, dass der Handel auf die Angebote einsteigen kann. Bei der Vielfalt ist der Einkauf für die Buchhandlungen zu mühsam geworden. Wie Sie sich vorstellen können, bringt die Gründung von UTB:forum für die Verlage enorme Umstellungen mit sich bis hin zu Strukturveränderungen. Einige Verlage mussten ihre Auslieferungen wechseln und Verträge ändern. Und es wird Lernprozesse auch für die Verlage geben müssen, weil sie lernen müssen, Bücher marktgerechter zu produzieren. Wir mussten etwas tun und wollen den Buchhandel als Partner behalten.
Die Fragen stellte Matthias Koeffler