Am 28. April haben sich Vorstand und Kuratorium des Deutschen Literaturfonds getroffen, um die in den letzten Wochen öffentlich gegen sie erhobenen Vorwürfe zu erörtern [mehr…] und haben heute diese Erklärung veröffentlicht:
1. Das Kuratorium bestätigt seine Entscheidung über die geplante Zeitungs-Sondernummer. Sie wird in Kooperation mit „Volltext“ und anderen deutschsprachigen Literaturzeitschriften realisiert. Um die sinnvolle Verbreitung der Zeitung und deren Unterstützung durch begleitende Angebote sicherstellen zu können, wird der Erscheinungstermin auf den 23. April 2007, den Welttag des Buches, verschoben. Eine Redaktion wird in den nächsten zwei Wochen benannt werden. Sie soll das inhaltliche Konzept weiter ausarbeiten unddeutschsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller einladen, zeitgenössische literarische Texte von Autorinnen und Autoren ihrer Wahl vorzustellen.
2. Das Kuratorium verwahrt sich gegen den Vorwurf, daß seine Entscheidungen in unzulässiger Weise durch das Lektorat beeinflußt würden. Die persönlichen Vorwürfe gegen den Lektor werden entschieden zurückgewiesen.
3. Die geforderte Transparenz der Entscheidungen des Kuratoriums kann nicht dahingehend verstanden werden, daß die Begründungen der Annahme oder Ablehnung von Förderanträgen öffentlich gemacht werden.
4. Vor dem Hintergrund der geäußerten Kritik soll in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über die zukünftige Arbeit und die Entscheidungsstrukturen des Deutschen Literaturfonds beraten werden. Der Vorstand und der Vorsitzende des Kuratoriums Ergänzend dazu bitten die Herausgeber der Zeitung „Volltext“ den Literaturfonds mitzuteilen, daß zur Refinanzierung der Sondernummer auf Annoncen aus der Buchbranche verzichtet wird, um anderen Kulturzeitschriften und den Literaturbeilagen von Tages- und Wochenzeitungen auf diesem Gebiet keine Konkurrenz zu machen.