Die Fotografen und Kameraleute traten sich gegenseitig auf die Füße als Shirin Ebadi

heute bei Dussmann das Kulturkaufhaus die deutsche Übersetzung von „Mein Iran. Ein Leben zwischen Revolution und Hoffnung“ vor der Berliner Presse präsentierte [mehr…]. Das Buch erscheint am 2. Mai im Pendo Verlag. Die iranischen Friedensnobelpreisträgerin ist nicht zum ersten Mal in Berlin. Vor einigen Jahren sei sie schon einmal bei Dussmann gewesen um CDs zu kaufen, so Claus Carlsberg von carlsbergschillercommunication, der Shirin Ebadi vorstellte.
„In dem Buch erzähle ich mein eigenes Leben von der Geburt bis zur Verleihung des Friedensnobelpreises“, so Shirin Ebadi. „Aber ich will auch Einblick in die Geschichte meines Heimatlandes geben.“ Ihre Autobiografie richte sich vor allem an ein westliches Publikum, so die Ehefrau und Mutter zweier Töchter, die seit Jahrzehnten für eine Reform der iranischen Gesellschaft von innen heraus eintritt. Dabei gilt ihr besonderes Engagement den Rechten von Frauen und Kindern. Eine politische Betätigung strebe sie nicht an. „Ich bin Menschenrechtsaktivistin und das werde ich bis zum Ende meines Lebens bleiben“, sagte sie. „Wenn man von der Richtigkeit seines Wegs überzeugt ist, hat man auch die Kraft diesen Weg mit Entschlossenheit zu gehen. Ich bin Muslimin. Der Glaube an Gott gibt mir Kraft für meine Arbeit.“
Ob es um Atompolitik ging, um Menschenrechte oder um das Familienleben, die Zuhörer erleben eine ebenso kluge wie engagierte Frau, die neugierig machte auf die Lektüre.
Heute Abend stellt Shirin Ebadi ihr Buch um 18 Uhr bei Dussmann im Gespräch mit Dieter Bednarz vom Spiegel vor. Aus dem deutschen Text liest die Schauspielerin Heide Simon.