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Wulf D. von Lucius in der SZ über die Folgen eines neuen Urheberrechts

Heute im Feuilleton der SZ: Wulf D. von Lucius, Verleger Lucius & Lucius, erklärt im Interview, was die von der Bundesregierung beschlossenen Änderungen im Urheberrecht [mehr…] für wissenschaftliche Verlage bedeuten: „Das sich abzeichnende Horrorszenario lautet für mich: Ich investiere 50.000 Euro in ein Buch, verkaufe davon ein Exemplar – und dann bedient sich die Welt.“

Wenn es zur sogenannten Leseplatz-Regelung komme, würde das für Lucius heißen, dass er eigentlich seinen Verlag ganz schnell an jemanden verkaufen müsse, der noch nicht gemerkt habe, was da auf die Wissenschaftsverlage zukomme.

Über die Chancen, dass die neue Regelung in Kraft trete, sagt der Verleger: „… den einzigen Vorteil, den ich in dem Beschluss des Bundeskabinetts sehe, ist jedenfalls der, dass er so eklatant gegen internationale Urheberrechts-Konventionen verstößt, dass er eigentlich keine Chance haben sollte. Es ist bezeichnend, dass das Bundesjustizministerium gegen den Beschluss war und im Kabinett überstimmt worden ist. Das ist dem Einfluss von Bildungspolitikern geschuldet, die nur die Bibliothekskosten in den Ländern weiter herunterfahren wollen. Aber wir meinen, das ist rechtlich nicht haltbar.“

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