Das ist heute Titelthema im Handelsblatt: „KarstadtQuelle will Verlagen noch höhere Rabatte abpressen“ – es geht um 3 Prozent zusätzlich für drei Jahre. Verkauft wird das als „Solidaritätsbeitrag“ zur Sanierung des Warenhauskonzerns.
Boris Langendorf greift das Thema heute schon in seinem Online-Diemst www.langendorfs-dienst.de: “ Die Verlage täten nicht gut daran, auf diese Forderung einzugehen. Als viertgrößter deutscher Buchhändler bekommt KarstadtQuelle, so darf man unterstellen, eh schon Höchstkonditionen, ein Nachgeben würde sogleich Forderungen anderer großer Händler auslösen. Und mal ganz abgesehen von der preisbindungsrechtlichen Problematik (ein Händler darf nicht mehr als 50% und nicht mehr als die Barsortimente erhalten) ist wohl die Kalkulation weniger Verlage so üppig, dies ohne Schaden herzugeben. Folge womöglich: Die Verlage geben den Druck an die kleineren Buchhandlungen weiter….“
Naheliegend auch der Gedanke an die Auseinandersetzung zwischen Diogenes und Amazon, als die Züricher sich den aus ihrer Sicht überhöhten Forderungen des Online-Händlers verweigerten und man sich schließlich einigte [mehr…]. Zudem wird man sich bei Karstadt überlegen müssen, ob man ohne die wichtigen Titel der großen Verlage überhaupt eine Chance hat, im Buchbereich erfolgreich zu sein.
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