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WISO-Detektiv testete Fouqué-Verlag

„Jede Woche ermittelt der Detektiv von WISO im Namen der Verbraucher gegen Betrüger, Gauner und verbraucherfeindliche Geschäftspraktiken“, lesen wir auf der aktuellen ZDF-Seite. Gestern ging es in der Sendung um das Thema: „Viel Geld für das eigene Buch. Autoren müssen zahlen“, und wir ahnen schon, wem wir da begegnen werden: WISO hat den Fouqué-Verlag [mehr…] [mehr…] [mehr…] unter die Lupe genommen. http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/23/0,1872,2285719,00.html. Gern übrigens hätten auf die Sendung hingewiesen, aber das ZDF ist mit der Ankündigung des Ausstrahlungstermins wenig offenherzig umgegangen.

Inhalt der Sendung: Über 4800 Euro hat Gisela Döbbrick in die Veröffentlichung des Buches gesteckt, hat 30 Autorenexemplare erhalten, und dann passierte nichts mehr.

Nun will der WISO-Detektiv es wissen: Er recherchiert im Buchhandel über die Präsenz von Fouqué-Büchern: „Der Besuch in verschiedenen Buchläden bringt kein Ergebnis: Im Sortiment wird kein Buch des Verlages geführt, allerdings kann man diese bestellen“, erfährt er. Und zieht das Fazit: „Entweder stimmt etwas mit dem Vertrieb nicht, oder das Verhalten hat System. Vielleicht ist dem Verlag das Geld der Autoren wichtiger als der Verkauf der Bücher. Um das herauszufinden, schickt WISO einen vom Computer erzeugten wirren Text unter falschem Namen an den Verlag… Schon nach wenigen Tagen kommt die freudige Nachricht: ‚Die Lektoren haben die Veröffentlichung Ihres Manuskripts befürwortet.’ Der Text sei angenommen, allerdings sei ein Zuschuss von rund 5000 Euro durch Sponsoren oder den Autor notwendig.“

Das wundert den WISO-Detektiv, und er läßt sich erklären, warum sein Sprachmüll von den Lektoren befürwortet wurde. Er bekommt es sogar schriftlich: „Wir haben auch schon Bücher wirklich und wissentlich veröffentlicht, die durch Zufallsgenerator entstanden sind. Dabei ist nichts zu finden, wenn man keine spießige Vorstellung von Kunst pflegt.“ Ach so.

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