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Hat Frank Schätzing abgeschrieben?

Der Journalist und Meeresbiologe Dr. Thomas Orthmann wirft dem Bestseller-Autor Frank Schätzing vor, er habe in seinem Roman „Der Schwarm“ mehrere „wörtliche markante“ Formulieren von seiner Webseite www.ozeane.de übernommen (die Orthmann dort auch abdruckt).

Orthmann dort: „… An zahlreichen Textstellen lässt sich belegen, dass die redaktionellen Beiträge auf Ozeane.de direkte Vorlage für den wissenschaftlichen Hintergrund der genannten Romanfigur waren. Darüber hinaus hat der Autor Frank Schätzing nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse und Fakten übernommen, sondern sich im Rahmen der journalistischen Aufbereitung durch den Urheber auch der für den Laien besonders verständlichen und unterhaltsamen Erzählweise des Urhebers bedient. Sprich: es wurden Passagen fast eins zu eins übernommen. Die Übereinstimmungen beinhalten dabei journalistische Stilmittel, wie rhetorische Fragen, bildhafte Vergleiche und Antithesen, exemplarische Aufzählungen, Zeitdehnungen und Spannungsbögen.
In der Konsequenz wurde hinsichtlich der Delikte nach §§ 106 Abs.1, 108a Abs. 1 UrhG Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft Köln gestellt.“

Der Verlag Kiepenheuer & Witsch teilt dazu mit, dass das alles „in urheberrechtlich zulässiger Weise“ geschehen sei; der Autor habe in seinem Roman eine Fülle von Quellen benutzt und ausdrücklich im Nachwort darauf hingewiesen:

„Auf übertausend Seriten – prachtvoll mit Wissen und Wissenschaft – sollte man die Einflüsse vieler kluger Leute erwarten, und so ist es auch.“

Die von Orthmann geforderte Zahlung von € 15.000 hat der Autor bisher abgelehnt. Laut Verlag liegt ein Strafantrag noch nicht vor.

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