Home > ARCHIV > Staatssekretär Morak erklärt: Vertrag zwischen der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) und Morawa & Co. mit sofortiger Wirkung aufgelöst

Staatssekretär Morak erklärt: Vertrag zwischen der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) und Morawa & Co. mit sofortiger Wirkung aufgelöst

Einer der heftigsten Streitpunkte der österreichischen Branchenpolitik – heftig diskutiert auch auf buchmarkt.de – hat sich nun mit einem Schlag erledigt: Der Vertrag zwischen der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) und Morawa & Co. wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst; zu heftig war wohl die Kritik von allen Seiten an der beabsichtigten Vorgehensweise. Und sicher hat auch Kiebitz Lorenz Borsche [mehr…] seinen Beitrag dazu geleistet.

Dem Schulterschluss mit dem österreichischen Buchhandel, den Staatssekretär Franz Morak auf der Wiener Buchwoche erklärt hatte, folgte nämlich nun ein Paukenschlag, wie er heute in einer Pressemeldung des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels deutlich zu hören ist.

Die zentrale Beschaffung von (Fach)literatur für den Bund ist nämlich Vergangenheit, [mehr…]bevor sie eigentlich begonnen hat. Laut Vertrag mit der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) hätte Morawa & Co. am 1. Januar mit der Belieferung der Bundesstellen beginnen sollen. Das ist vom Tisch. Wörtlich heißt es in der Presseerklärung: „Nach Gesprächen zwischen Staatssekretär Franz Morak, Finanzminister Karl Heinz Grasser, Emmerich Selch (Morawa & Co.) und Alexander Potyka (Hauptverband des Österreichischen Buchhandels) wird der Vertrag zwischen der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) und Morawa & Co. jedoch mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

Die Beteiligten waren gemeinsam zu der Überzeugung gelangt, dass durch die Vertragsauflösung am besten dem Geist des im Sommer 2004 beschlossenen unbefristeten Preisbindungsgesetzes entsprochen werden könne. Ab sofort können Bundesstellen ihre Buchlieferanten also wieder frei wählen.

Alexander Potyka, Präsident des Hauptverbands: ‚Die zentrale Buchbeschaffung und die mit ihr einhergehende Unterwanderung der Preisbindung haben eine dramatische Bedrohung für den heimischen Buchhandel dargestellt. Ich bin sehr glücklich darüber, dass die verantwortlichen Politikerinnen und Politiker unsere Sorgen ernst genommen und alle Beteiligten zu einer versöhnlichen Lösung beigetragen haben.‘“

Anzeige

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Anzeige