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„Nanking“-Autorin Iris Chang tot aufgefunden

Die US-Schriftstellerin Iris Chang, Autorin des internationalen Bestsellers „Die Vergewaltigung Nankings – Der vergessene Holocaust des Zweiten Weltkriegs“ (1997), ist tot. Der kalifornische Fernsehsender KTVU berichtete am Donnerstag, dass ein Autofahrer die 36-jährige Autorin bereits am Dienstag mit einer Schusswunde im Kopf in ihrem Wagen entdeckt hatte. Neben ihr lag eine Pistole. Chang war erst kürzlich wegen Depressionen im Krankenhaus behandelt worden.

Nach Angaben ihrer Sprecherin, Susan Rabiner, hatte sie bei der Arbeit an ihrem letzten Buch über das Vorgehen amerikanischer Militärs gegen Japaner auf den Philippinen erstmals Schübe von Schmermütigkeit erlitten. In ihrem Nanking-Buch hatte Chang das Massaker japanischer Soldaten nach der Einnahme der chinesischen Stadt im Dezember 1937 zum Thema gemacht. Damals wurden etwa 300’000 Menschen niedergemetzelt.

Die gelernte Journalistin gab ihr erstes Buch im Alter von 25 Jahren heraus. Sie machte sich vor allem mit ihren historischen Romanen über die Besetzung Chinas durch Japan sowie die Geschichte chinesischer Einwanderer in den USA einen Namen. In Princeton bei New York geboren, studierte sie an der Universität von Illinois und liess sich später an der Johns Hopkins Universität in Baltimore weiter im Schreiben ausbilden.

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