Gestern in der Gerhard Beckmann-Kolumne, [mehr…] heute Thema von Uwe Wittstock in der WELT: „In der Vergangenheit wurde die Verleihung des Friedenspreises regelmäßig von der ARD im Fernsehen übertragen. Solche Zeremonien gehören zwar nicht zu den Sendungen mit den höchsten Einschaltquoten. Um so mehr waren die Übertragungen als eine Verbeugung vor jenem Geist zu verstehen, ‚in dessen Mittelpunkt das Buch steht‘. Und als Beleg dafür, daß die ARD ihrem Kulturauftrag als öffentlich-rechtliche Sendeanstalt nachkommt. Schließlich haben nicht wenige der Reden, die zur Verleihung des Friedenspreises gehalten wurden – zuletzt die Martin Walsers – den Stoff für lang anhaltenden Erregungen geliefert.“
„Doch ‚das alles ist‘, um mit Esterhazy zu sprechen, ‚immer weniger selbstverständlich‘. Die ARD hat jetzt mit ihrer Tradition gebrochen und die Friedenspreisverleihung nicht übertragen. Phoenix und einige Dritte Programme sprangen ein. Der Ruf, den der Friedenspreis weltweit genießt, wird das kaum schmälern. Wohl aber den Ruf der ARD. Sie ist damit dem puren Zerstreuungs- und Verblödungsfernsehen, das keinen Cent Rundfunkgebühr wert ist, wieder einen Schritt näher gekommen.“
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