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Schormann antwortet auf Offenen Brief von Riethmüller: Trennung von Messechef Volker Neumann

In einem offenen Brief reagiert der Börsenvereins-Vorsteher Dieter Schormann auf die Vorwürfe von Heinrich Riethmüller [mehr…] über die Informationspolitik des Verbands in Sachen Volker Neumann.

Auch dieser Brief im Wortlaut:

„Lieber Herr Riethmüller,

ich freue mich, dass Sie als engagiertes Mitglied auch zu Personalentscheidungen des Börsenvereins Stellung nehmen.

In der Sache möchte ich Sie bitten, Folgendes zu bedenken: Der Vorstand des Börsenvereins und die Vorsitzenden der Landesverbände als Gesellschafter der Börsenverein Beteiligungsgesellschaft haben einen Aufsichtsrat berufen. Neben vier ausgewiesenen Experten außerhalb des Börsenvereins sind als Vertreter der Gesellschafter Mitglieder dieses Aufsichtsrats der Vorsteher, der stellvertretende Vorsteher sowie die Vorsitzende eines Landesverbandes. Damit ist die Verbindung zwischen Aufsichtsrat und Gesellschaftern hergestellt. Der Aufsichtsrat ist u.a. für die Bestellung und Abberufung von Geschäftsführern der Holding zuständig. Nachdem der Aufsichtsrat einstimmig entschieden hatte, den Vertrag mit dem Geschäftsführer der Frankfurter Buchmesse nicht zu verlängern, hat er zuerst mit diesem gesprochen und unmittelbar folgend die Gesellschafter unterrichtet. Ein anderes Verfahren halte ich zum Schutze des Betroffenen oder für alle ähnlich gelagerten Fälle für undenkbar. Denn eine vorherige öffentliche Auseinandersetzung in Börsenvereins-Gremien, denken Sie in diesem Zusammenhang bitte auch an den anderen Gesellschafter, die elf buchhändlerischen Landesverbände, wären für jeden Betroffenen völlig unzumutbar. Ich habe auch nie erfahren, dass eine solche Vorgehensweise in der Wirtschaft, in der Politik oder in anderen Verbänden üblich wäre; im Börsenverein ist es übrigens aus den selben guten Gründen in der Vergangenheit auch nicht so gewesen.

Das Schlagwort „Verbandsdemokratie“ halte ich in diesem Zusammenhang, in dem es um schwerwiegende Personalentscheidungen mit entsprechenden Folgen für die Beteiligten geht, für umso mehr verfehlt. Denn die Mitglieder von Gremien des Börsenvereins sind gerade deshalb gewählt oder delegiert worden, damit sie in den ihnen zugewiesenen Verantwortungsbereichen für die Mitglieder entscheiden. Ob dann jede Entscheidung von jedem Mitglied in der Sache für richtig oder falsch gehalten wird, steht – und da sind wir wieder einer Meinung – auf einem ganz anderen Blatt.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Schormann“

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