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Philo bringt Buch zur Diskussion um Flick-Sammlung / Podiumsrunde zum Start

Gerade meldet der Philo Verlag, dass er kurzfristig von Peter Kessen das Buch „Von der Kunst des Erbens – Die Flick-Collection und die Berliner Republik“ ins Programm genommen habe.

Über die Sammlung zeitgenössischer Kunst, die Friedrich Christian Flick zusammen getragen hat und die ab September 2004 unter dem Namen „Flick-Collection“ als Leihgabe in Berlin in einer eigens umgebauten Halle präsentiert wird, gibt es seit Monaten Diskussionen, weil das Vermögen zum Aufbau dieser Sammlung wohl letztlich aus Kriegsgewinnen und der Ausbeutung von Zwangsarbeitern stammt.

Zum Start des Buches lädt Verleger Axel Rütters für Montag, den 20. September 2004, 11:30 Uhr in die Parlamentarische Gesellschaft in Berlin, Jakob-Kaiser-Haus (Reichstagspräsidentenpalais), Dorotheenstraße, zu einer Podiumsdiskussion ein, an der neben Autor Peter Kessen und Verleger Axel Rütters Micha Brumlik, Eva Fahidi und Lea Rosh teilnehmen werden.

Denn das Thema des Buches wird Stoff zur Diskussion bieten. Rütters: „Friedrich Christian Flick gehört wie Gerhard Schröder und Christina Weiss einer Generation an, die jene Generation persönlich und politisch beerbt, die unter dem Nationalsozialismus lebte, ihn betrieb, mit ihm mitlief oder ihn auch nur überlebte. Und Peter Kessen nimmt sich der Thematik in einer Parallelbiographie – der eines überlebenden Opfers und der eines profitierenden Erben – an. Letztlich wird hier verhandelt, ob und wie es der Nachkriegsgeneration, einer Zwischengeneration, gelungen ist, die Fundamente für eine künftige, auf Wahrhaftigkeit und moralischer Sensibilität beruhende öffentliche Kultur zu legen.“

Peter Kessen: Von der Kunst des Erbens – Die „Flick-Collection“ und die Berliner Republik. Mit einem Vorwort von Micha Brumlik“, 174 S., Kt., EURO 12,90/ ChF 23,70 ISBN 3-86572-521-X

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