„Verlagskulturen und Verlagsmärkte in Europa. Integration und Perspektiven“, so lautet der Titel einer Konferenz, die am 1. und 2. April 2004 in Wien stattfindet.
Diese Tagung wird Fachleute und Vertreter von Fachverbänden aus dem Verlagswesen in den neuen Mitgliedsländern, in Kandidatenländern und in den bestehenden Mitgliedern der Europäischen Union zu Gesprächen, Informationsaustausch und Networking zusammen führen. Als Auftakt zu dieser Fachveranstaltung gibt es im Rahmen der erfolgreichen Serie „Wiener Vorlesungen“ eine öffentliche Podiumsdebatte zum Thema „Die Zukunft von Kultur und Verlagen“, in der Verleger und Schriftsteller über kulturelle Vielfalt und kleine Sprachen und Kulturen diskutieren.
Die Konferenz „Verlagskulturen und Verlagsmärkte in Europa“ beschäftigt sich mit der Vereinheitlichung des Urheberrechtes in einer erweiterten Europäischen Union, mit veränderten Rahmenbedingungen auf den Verlagsmärkten und den Chancen und Hürden für Verlage aus den neuen Mitgliedsländern.
Die Veranstaltung wird von der Europäischen Verlegerunion (Federation of European Publishers), dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels und vom Österreichischen Ost- und Südosteuropa Institut organisiert.
Die Erweiterung der Europäischen Union am 1. Mai 2004 wird für Verlage und Verlagsmärkte in den neuen Mitgliedsländern wie auch innerhalb der bestehenden Union erhebliche neue Perspektiven wie auch Herausforderungen bringen.
Der Austausch von Wissen, Information, Kultur und Ideen wird innerhalb eines wirtschaftlich wie kulturell stärker vernetzten Europa eine dynamische Entwicklung nehmen. Dabei spielen Verlage eine Schlüsselrolle, da Bücher und verwandte Produkte, die geistiges Eigentum vermitteln, zu den wichtigsten Trägermedien für Information und Ideen zählen. Übersetzungen und der internationale Handel mit Rechten und Lizenzen sind Voraussetzungen für den kulturellen Dialog innerhalb Europas. Verlage sind überdies eine der klassischen Kulturindustrien.
Um dieses Potenzial auszuschöpfen, müssen Märkte und Marktteilnehmer die Informationsgrundlagen und deren Rahmenbedingungen wesentlich vertiefen, solide Kenntnisse über einander entwickeln und die Spielregeln abstimmen, die den Marktplatz bestimmen.
Im vergangenen Jahrzehnt waren sämtliche Bereiche des Verlagswesens in den künftigen neuen Mitgliedsländern der Europäischen Union tiefgreifenden Veränderungen unterworfen. Dies betraf die Produktion von Büchern ebenso wie den Vertrieb, die Eigentumsstrukturen, die Lesegewohnheiten und die zugrunde liegenden kulturellen Infrastrukturen.
Dieses schwierige Marktumfeld wird allerdings auch weiterhin – ganz wie innerhalb der bestehenden Europäischen Union auch – erhebliche Herausforderungen hervorbringen, zum Beispiel durch Konzentration am Markt, durch die Auswirkungen der digitalen Informations- und Kommunikationstechnologien, sowie durch die wachsende Konkurrenz zwischen unterschiedlichen Medienkanälen mit urheberrechtlich geschützten Inhalten.
Deshalb bedarf es einer gut funktionierenden Plattform für Diskussionen und Meinungsaustausch innerhalb der Teilnehmer des Verlagswesens und eines darüber hinaus reichenden, an diesen Fragen interessierten Publikums. Dies anzubieten ist das Ziel der Konferenz „Verlagskulturen und Verlagsmärkte in Europa“.
Das Detailprogramm, die Namen der Teilnehmer, Medienpartner und Sponsoren der Tagung werden im Januar 2004 veröffentlich.
Weitere Information sind erhältlich über die Internet-Adresse www.publishing-europe.org oder kontaktieren Sie Rüdiger Wischenbart (Information): ruediger@wischenbart.com und Pamela Krumphuber (Organisation, Registrierung): krumphuber@hvb.at