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Stellungnahme von Random House: Festhalten am Zusammenschluss mit ULLSTEIN HEYNE LIST

Die Verlagsgruppe Random House nimmt zur Kenntnis, dass das Bundeskartellamt mit seinem heutigen Schreiben ernste Bedenken gegen den Zusammenschluss mit der Verlagsgruppe Ullstein Heyne List vorgebracht hat. [mehr…] In einer Stellungnahme heißt es: „Es hat in einem kleinen Teil des deutschen Buchmarktes (dem Segment für Taschenbücher, die in Reihen erscheinen) die Möglichkeit einer marktbeherrschende Stellung des kombinierten Unternehmens festgestellt und erwägt, vor diesem Hintergrund den Zusammenschluss in der angemeldeten Form zu untersagen.
Die Verlagsgruppe Random House respektiert die Autorität der zuständigen Beschlussabteilung des Bundeskartellamtes, lehnt ihre Vorgehensweise und Meinungsbildung aber mit guten Gründen ab. Die statistischen Erhebungen des Bundeskartellamtes sind methodisch höchst fragwürdig, und seine Marktabgrenzung ist vor dem Hintergrund der rechtlichen und wirtschaftlichen Tatsachen im deutschen Buchmarkt vollkommen unhaltbar. Das Bundeskartellamt fällt mit seiner Sichtweise sogar hinter ein Urteil des Kammergerichts zurück, mit dem schon 1982 die isolierte Betrachtung des Taschenbuchsegmentes verworfen wurde.
Im gesamten deutschen Buchmarkt hat das kombinierte Unternehmen einen Marktanteil von 11%, der im internationalen Vergleich klein und kartellrechtlich unbedenklich ist. Eine marktbeherrschende Stellung ist nicht im Ansatz erkennbar. Die Verlagsgruppe Random House bleibt zuversichtlich, im weiteren Verlauf des Verfahrens die Zustimmung des Bundeskartellamtes für ihre rechtliche Argumentation erwirken zu können. Sie ist außerdem entschlossen, diese für die gesamte Branche bedeutende rechtliche Debatte vor den zuständigen Gerichten fortzusetzen und damit eine dauerhafte Klärung herbeizuführen.
Die Verlagsgruppe Random House ist das einzige Unternehmen, das zurzeit in größerem Umfang in den deutschen Buchmarkt investiert. Das ist eine gute Nachricht für eine Branche, die sich seit zwei Jahren in der Rezession befindet. Auch künftig wird es in Deutschland eine Vielzahl von Verlagen und Buchhandlungen aller Größen, eine große Programmvielfalt, lebendigen Wettbewerb und eine funktionierende Buchpreisbindung geben. Die Verlagsgruppe Random House wird weiterhin ihren Beitrag dazu leisten, dem Kultur- und Wirtschaftsgut Buch in Deutschland eine gute Zukunft zu sichern.

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