Zu den am 24. Januar Neuerungen bei der Frankfurter Buchmesse“, siehe www.buchmesse.de melden sich jetzt die Grupierungen BücherFrauen und der Verband Freier Lektorinnen und Lektoren (VFLL) zu Wort: In einer gemeinsamen Stellungnahme fordern die BücherFrauen und der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL) die Rücknahme der geplanten drastischen Erhöhungen bei den Eintrittspreisen für die nächste Frankfurter Buchmesse.
Die Pressemitteilung im Wortlaut:
Beispielsweise soll im Vergleich zu 15,- Euro im letzten Jahr eine Tageskarte für Fachbesucher künftig 50,- Euro kosten. Der Preis einer Dauerkarte wurde von 34,75 Euro auf 120,- Euro heraufgesetzt. Dies entspricht in beiden Fällen Steigerungsraten von weit über 300 %.
Auf Unverständnis stößt bei den zwei Verbänden, deren Mitglieder einen Teil des Fachpublikums auf der Buchmesse stellen, die offizielle Begründung für die Anhebung der Eintrittspreise. Man wolle „unechte“ Fachbesucher abschrecken und dazu beitragen, „die Arbeitsatmosphäre während der Fachbesuchertage ideal zu gestalten“. Diese Absicht findet zwar grundsätzlich die Zustimmung von Lektorinnen und Lektoren und BücherFrauen. „Ein wenig mehr Nachdruck beim Verlangen von Nachweisen für den Fachbesucherstatus erfüllt den angestrebten Zweck jedoch genauso. Statt dessen müssen die Mitglieder unserer Verbände, die aus beruflichen Gründen auf den Besuch der Buchmesse angewiesen sind, eine erhebliche finanzielle Mehrbelastung in Kauf nehmen“, kritisiert die VFLL-Vorsitzende Carla Meyer den Beschluss der Messeleitung. „Denn selbst bei der erstmals seit Jahren wieder eingeräumten Möglichkeit, im Vorverkauf vergünstigte Karten (Tageskarte: 30,-, Dauerkarte 40,- Euro) zu erwerben, kostet die Tageskarte damit immer noch 100 % mehr als im letzten Jahr.“
Dass die Buchmesse letztlich nur den erst jüngst wieder beklagten finanziellen Druck, dem sie seitens der Frankfurter Messe ausgesetzt ist, weitergebe, sei VFLL und BücherFrauen durchaus bewusst. Dies rechtfertige aber keineswegs eine solch unmäßige Preispolitik, so Meyer weiter. „Einerseits kritisiert Buchmessen-Direktor Volker Neumann – zu Recht – die ungebremst steigenden Hallen- und Standmieten und – ebenso zu Recht – die Frankfurter Hoteliers wegen ihrer astronomischen Zimmerpreise. Andererseits verhält er sich jedoch gegenüber Messe-Fachbesuchern nicht sehr viel anders als die von ihm Kritisierten.“
VFLL und BücherFrauen erwarten von der Buchmesse ein nochmaliges Überdenken der neuen Preisgestaltung und werden sich in dieser Angelegenheit um ein Gespräch mit der Messeleitung bemühen.
Kontakt presse@vfll.de, presse@buecherfrauen.de; www.lektoren.de, www.buecherfrauen.de