Egal, ob heute die seit langem erwartete Entscheidung über die Zukunft der ASV Verlage fällt (siehe unsere gestrige Meldung [mehr…] fällt (derzeit soll es einen Notartermin geben, der von Insidern als Indiz dafür gewertet wird): Festzustehen scheint, dass der Name Ullstein auf jeden Fall, da engstens mit der Firmengeschichte des Konzerns verbunden, dem Konzern erhalten bleibt. Ein Verkauf von Ullstein könnte nach Meinung von Insidern nur die Übertragung von Rechten, nicht aber auch die des Namens betreffen. Und damit dürfte sich die Zahl der Kaufinteressenten deutlich auf (wie längst gehandelt) den Bertelsmann Konzern reduzieren, der für Random House hier Wachstum sucht, wie Konzernchef Dr. Gunter Thielen dem SPIEGEL zugegeben hatte.
Der soll übrigens im Falle eines Kaufes (Gerücht !) daran Interesse haben, den im Vorjahr geschassten derzeitigen Buchmesse-Chef Volker Neumann zu reaktivieren, damit er bei Heyne aktiv wird…
Bertelsmann soll übrigens für den Bereich Arvato auch kurz vor Übernahme des gesamten (hochmodernen) Springer Tiefdruck Bereiches stehen – was aber bisher laut von ASV dementiert wird. Der Axel Springer Verlag such lediglich nach Partnern für seine Tiefdruckereien in Darmstadt und Ahrensburg bei Hamburg. Ziel der Sondierungsgespräche mit Wettbewerbern sei, Kosten zu senken und die Auslastung der Betriebe zu optimieren, erklärte Edda Fels, Pressesprecherin des Verlages, gegenüber der örtlichen Presse in Damstadt. Sie widersprach dabei energisch Spekulationen des Handelsblattes (Dienstagsausgabe), nach denen Springer auch einen Verkauf der beiden Betriebe erwäge: „Das schießt deutlich über das Ziel hinaus.“ Springer setze lediglich seinen Sparkurs fort und reagiere auf die angespannte Marktsituation in der Tiefdruck-Industrie.