Zum VIII. Mainzer Kolloquium waren zahlreiche Studenten sowie
Interessierte am vergangenen Freitag ins Atrium Maximum der Johannes Gutenberg-Universität gekommen.
Gäste aus der Branche diskutierten zum Thema Die Zukunft der
wissenschaftlichen Fachverlage. Erörtert wurden die Sorgen der
Fachverlage, die in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen sind und die mangelnde Unterstützung durch die öffentlichen Bibliotheken sowie das Schwinden des Deutschen als Wissenschaftssprache und die damit verminderten Absatzchancen auf dem Weltmarkt. Außerdem ging es um den enormen Rückganng
der Druckkostenzuschüsse (z. B. von der Deutschen Forschungsgemeinschaft) sowie um das Angebot-Nachfrage-Verhältnis und die damit verbundenenen Preissteigerungen.
Prof. Dr. Stephan Füssel, Leiter des Instituts Buchwissenschaften begrüßte die Gäste und führte sie in die Tagungsproblematik ein. Eingeteilt war das Programm in zwei Teile, die von einem Mittagsimbiss, bei dem natürlich noch weiter diskutiert wurden, getrennt war.
Das komplette Programm sah folgendermaßen aus:
I. Bestandsaufnahmen
9:45 Prof. Dr. Reimar Riese (HTWK Leipzig)
Bestandsaufnahme: Wissenschaftliche Fachinformationen
10:45 Verleger Vittorio Klostermann (Frankfurt/ Main)
Haben die geisteswissenschaftlichen Zeitschriften eine Zukunft
11:30 Heinrich Riethmüller (Osiandersche Buchhandlung Stuttgart) Wissenschaftliches Fachsortiment im Wandel
II. Lösungsmöglichkeiten
13:30 Wolfgang Barus (Humanities Online) und Friedhelm Herborth (Velbrück-Wissenschaft)
Digitales und Gedrucktes. Neue Kooperatioonen, Modelle und Erfahrungen
14:30 Ltd. Bibliotheksdirektor Hans-Joachim Wätjen (BIS-Verlage, Universitätsbibliothek Oldenburg)
Der elektronische Universitätsverlag – die Lösung?
15:30 Abschlussdiskussion
Mareike Theisen