Wie zum Start der ersten hauseigenen Thalia-Vertreterbörse in Hamburg, hat die Thalia Gruppe seit heute eine neue, weitere Konditionen-Variante in ihren Katalog mit aufgenommen: Für die Beteiligung „an den Kosten für die bundesweit sieben Einkaufsbörsen der Thalia-Buchhandlung Erich Könnecke Hamburg und der Thalia Universitätsbuchhandlung Hagen“ wird von den Verlags-Partnern eine Kostenbeteiligung von pauschal je 200 € pro Börse erbeten – was insgesamt eine Belastung pro Teilnehmer von 1400.00 € (zzgl. MwSt) ausmacht.
Christoph Maris, innerhalb der Thalia-GL verantwortlich für den Einkauf, sieht in diesem Wunsch nach Kostenbeteiligung allerdings nichts Ungewöhnliches: Eine solche Kostenbeteiligung sei doch für die Verlagsvertreter billiger, als einzeln alle Thalia Firmen anzufahren. Im übrigen verwahrt er sich gegen den Vorwurf, das sei eine „weitere Konditionenvariante“. Maris deutlich: „Mit allem, was Konditionen heißt, will man ja bekanntlich Geld verdienen. Das wollen wir hier nicht.“
Das wird bislang auf Verlagsseite nicht so gesehen, allerdings ist das Thema noch nicht allseit bekannt: Dieser Wunsch nach Kostenteilung ist sichtlich erst kurzfristig zum Start der diesjährigen Börsen (die in diesem Jahr erstmals durchgeführt werden sollen) formuliert worden. Maris: „Immerhin entstehen auch auf unserer Seite erhebliche Kosten für unsere rund achtzig Mitarbeiter, die wir an einem der sieben Standorte unterbringen müssen , dazu Mietkosten für Tagungsräume etc.“.
Wie wird sich THALIA verhalten, falls man diese Kostenbeteiligung nicht durchsetzen kann? Maris: „Wir haben ja den Einkauf gerade erst völlig neu organisiert und sind mit Dr. Stefan Vogel jetzt erstmals in neuer Besetzung zusammen. Wir werden unsere Erfahrungen machen und diese untereinander – und dann mit den Verlagen – besprechen.“