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Random House will im kommenden Jahr bis zu 10 Prozent weniger Novitäten verlegen/ Interesse an Residenz/ Rechte sollen künftig im Haus bleiben

Wie Random House CEO Klaus Eck heute im Gespräch mit der Financial Times Deutschland sagte, plane die Verlagsgruppe weitere Zukäufe sowie die Neugründung von Literaturverlagen. Zugleich will das Unternehmen, mit einem Marktanteil von zehn Prozent der größte Publikumsverlag im deutschsprachigen Raum, künftig erheblich weniger Titel verlegen.
Wegen des begrenzten Sprachraumes können deutsche Verlagshäuser nur noch wachsen, indem sie Konkurrenten oder zumindest deren Autoren übernehmen. „Für literarische Verlage ist es schwierig geworden aus eigener Kraft zu wachsen“, so Eck, „von den zweistelligen Zuwachsraten der Vergangenheit müssen wir uns verabschieden.“

So will der Verlag unter anderem den verlustreichen, staatseigenen Bundesverlag in Österreich übernehmen. Die zum Bundesverlag gehörenden Belletristik- und Sachbuchverlage Residenz, Deuticke und Brandstätter, die jährlich rund 580 Mio. Schilling (42,1 Mio. Euro ) umsetzen, sollen laut Beschluss der Bundesregierung in Wien privatisiert werden. Die Entscheidung darüber steht aber noch aus. Auch in Deutschland bereitet Random House Zukäufe vor, und zwar sowohl im literarisch anspruchsvollen Bereich als auch im Segment Kinder- und Jugendbuch.

Mit den geplanten Zukäufen und Eigengründungen will Random House bei einem derzeitigen Umsatz von 235 Mio. Euro, die Marktführerschaft ausbauen.

Mit einer Umsatzrendite von unter neun Prozent wird Random House in diesem Jahr zwar nicht das von Random-House-Chef Peter Olson vorgegebene Ziel erreichen. Aber Eck: „Aber wir sind auf gutem Weg, mittelfristig die zehn bis zwölf Prozent zu erzielen“, der Umsatz werde im nächsten Jahr um acht Prozent wachsen.
Um das Renditenziel zu erreichen, wird sich Random House im nächsten Jahr auf weniger Titel konzentrieren. Wie Eck sagte, werden bis zu zehn Prozent weniger Neuerscheinungen verlegt.
Zugleich sollen künftig alle Rechte unter einem Dach verwertet werden. Wurden Taschenbuch- oder Hörbuch-Rechte früher auch an Konkurrenten verkauft, so bleiben sie künftig innerhalb der Gruppe. „Rechte werden nicht mehr frei verkauft“, sagte Eck. Taschenbücher gelten mittlerweile als Geldbringer. Mit ihnen ist viel mehr zu verdienen als mit Hardcover-Ausgaben.

Der komplette Artikel im Internet http://www.ftd.de/tm/me/FTD1005285033398.html

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