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Antiquariate in Aufruhr

Nach der Insolvenz des Internethändlers Mediantis herrscht im Lager der deutschen Antiquariate Aufregung. Mediantis hat sich, als die Pleite nach in weiter Ferne stand, das ZVAB (Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher) einverleibt. Einen Großteil ihres Umsatzes machen die Antiquariate in Deutschland inzwischen über diese Plattform, die sich inzwischen fast eine eine Monopolstellung erarbeitet hat: Das ZVAB sammelt die Daten der Antiquariate in einer zentralen Datenbank und ist damit im Internet die Anlaufstelle für Bibliophile geworden.

Nun steht das ZVAB zum Verkauf – und damit die Zukunft der Plattform in den Sternen. Wie es weitergeht, darüber sind mehrere Varianten denkbar, eine haben sich die Antiquariate selbst ausgedacht: Die Bildung einer Genossenschaft, um das ZVAB zu übernehmen.

Die zweite: Der Internethändler Justbooks, ebenfalls Anbieter einer Datenbank mit antiquarischen Büchern, ist vor wenigen Tagen (s. unsere Meldung) von der US-Firma Abebooks.com übernommen worden, die die weltweit größte Datenbank mit antiquarischen Titeln unterhält.

Nummer Drei: Booklooker ist eine unabhängige lnternetplattform ähnlich wie Justbooks, die Ihre Dienste seit rund zwei Jahren komplett kostenlos anbietet – auch für Antiquariate. Bei booklooker besteht für Privatleute ebenfalls die Möglichkeit, gebrauchte Bücher loszuwerden, allerdings ohne Gebühren. Wie lange dieses Angebot aber kostenlos bleiben wird, ist ungewiss: – aber derzeit so lange noch das Angebot über Werbung finanziert werden kann.

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