„Mittwoch ist der Stichtag für zwei weitere Tochterunternehmen der insolventen Libro AG: Sowohl die E-Commerce-Plattform Lion.cc wie auch die Musikveranstaltungsfirma Libro Entertainment werden wegen Zahlungsunfähigkeit Konkurs anmelden müssen, sollte nicht in letzter Minute ein Käufer gefunden werden. Aus dem Verhandler-Umfeld erfuhr Der Standard am Montag, dass ein Lion-Konkurs wahrscheinlicher sei als ein Verkauf. Knackpunkt der Verhandlungen nämlich: Wie viel ist Lion.cc eigentlich noch wert? Laut eigenen Angaben sei man zwar bekannteste E-Commerce-Marke Österreichs und habe 250.000 Personen in der Kundendatei. Andererseits hat Lion geschätzte 50 bis 70 Mio. S Schulden bei Lieferanten, sowie einen zweistelligen Millionenbetrag beim Zweidrittel-Eigentümer Libro offen. Außerdem werden derzeit monatlich weiterhin 15 Mio. S Verluste gebaut. „Es gibt nichts bei Lion, was nach einem Konkurs nicht zu haben billiger wäre“, sagt ein anderer Brancheninsider. Auch für Libro bahnen sich neue Probleme an: Die rund 900 Lieferanten-Gläubiger werden sich mit dem gesetzlichen Mindestangebot von 40 Prozent zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme des Ausgleiches sicher nicht zufrieden geben. Für den Kreditschutzverband von 1870 (KSV) muss für die Lieferanten mindestens so viel herausspringen, wie vor dem Ausgleich für ein außergerichtliches Verfahren ausgehandelt worden war. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) geht in seinem Rundschreiben an die Gläubiger sogar von einem „Recht auf 100prozentige Bezahlung“ – „wer immer dieses berechtigte Begehren erfüllt!“ aus. „
Kölner PREMIERE Pressebörse: Austausch, Ausblick und aktuelle Themen der Kinder- und Jugendbuchszene
Mit rund 40 akkreditierten Journalist:innen, Multiplikator:innen und Veranstaltungsprofis aus Köln und Umgebung sei die diesjährige PREMIERE Pressebörse in der Galerie Liebefeld in Köln-Ehrenfeld ein voller Erfolg gewesen, berichten die Veranstalter:innen.







