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Die ersten Töchter sind pleite

„Die Styria Medien AG hat eine mögliche Übernahme der in Ausgleich befindlichen Libro AG „eingehend geprüft und beraten“, hieß es am Freitagnachmittag, berichtet der Standard. Fazit: „Die Ergebnisse dieser Prüfungen und Beratungen lassen eine ‚fliegende‘ Übernahme der Libro AG nicht zu.“ „Die Styria Medien AG möchte aber die durch die nicht nur professionelle, sondern vor allem auch verantwortungsvolle Vorgangsweise der Gläubigerbanken gewonnene zeitliche Entspannung dazu nutzen, mit den Gläubigerbanken gemeinsam einen nachhaltige und ausdrücklich nicht spekulative Lösung zu erarbeiten“, hieß es weiter. Eine ursprünglich von den Gläubigerbanken angedachte Stiftung, bei der die Libro-Anteile geparkt werden könnten, wäre allenfalls „eine Übergangslösung“, denn Libro sei im Kerngeschäft durchaus überlebensfähig. Die Styria zählte zuletzt als Wunschpartner von Banken für eine Libro-Gesamtlösung. Zur Styria-Gruppe gehören die „Kleine Zeitung“, „Die Presse“ und Druckereien. Engagiert ist die Styria auch im Buchhandel – mit der Buchhandelskette Morawa ist man über ein Joint-Venture verbunden – sowie im Online-Geschäft. Der Ausgleich über die Libro AG war am 30. Juni offiziell eröffnet worden. Von den Ausgleichspassiva von rund 4 Mrd. S entfallen 2,2 Mrd. S auf Bankschulden, 0,6 Mrd. S auf Lieferantenschulden und 0,9 Mrd. S auf Rückstellungen (einschließlich der Rückstellungen für die Sanierung). Die Gruppe umfasst insgesamt 301 Filialen: 266 Libro-Filialen, 30 Amadeus-Filialen sowie derzeit noch fünf Libro-Niederlassungen in Deutschland. Per Ende Mai beschäftigte man 2.870 Mitarbeiter. 1.840 davon entfallen auf Libro, 634 auf Amadeus, 164 auf Libro-Deutschland, 72 auf Lion.cc, 24 auf Entertainment GmbH und 136 auf die Medienvertriebslogistik GmbH. (APA) Für die sechs Tochterfirmen gibt es zwei Szenarien: Konkurs oder Verkauf. An Kaufinteresse mangelt es, die ersten beiden Libro-Töchter schlittern daher in den Konkurs. Geschehen ist dies bei der „Medien, Vertriebs, Logistik GmbH“, wie nun durchsickerte. Kommende Woche soll die „Management GmbH“, wohin das leitende Libro-Personal „ausgelagert“ wurde, das gleiche Schicksal ereilen. Auch für die schwer angeschlagene Internettochter Lion.cc wird fieberhaft ein Käufer gesucht, ansonsten droht dort ebenfalls die Pleite. Libro Deutschland wird schon liquidiert. Die Logistik und andere administrative Aufgaben erledigt künftig wieder Billa (BML) für Libro. „

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