„Seit 129 Jahren gibt es in Göttingen die Buchhandlung Peppmüller, im Herbst dieses Jahres soll die Geschichte des traditionsreichen Hauses, das unter den Nazis wegen seiner sozialdemokratischen Ausrichtung von Schließung bedroht war, beendet werden. Für Rainer Schmidt, den 77-jährigen Inhaber der Buchhandlung, ist das „bitter, ganz bitter“, er habe sich mit seiner „konservativen Einstellung zu der Art, wie man Bücher verkauft“, im Zeitalter der Buch – Warenhäuser nicht habe halten können. Die Immobilie werde zum 30. Juni an den Käufer übergehen, danach habe er noch drei Monate Zeit, das Geschäft abzuwickeln – „wenn kein Wunder geschieht“. Zehn Beschäftigte von Peppmüller wollen aber nicht aufgebenLaut Informationen des Bertriebsratsvorsitzenden Andreas Kolle wolle man mit den Sozialplangeldern und mit Unterstützung der Gewerkschaft Ver.di, man die Firma kaufen und gemeinsam an anderer Stelle weiterführen. Die Filiale in der Universität, die dort seit 29 Jahren lukrativ arbeite, müsse unbedingt erhalten bleiben. 1872 eröffnete Robert Peppmüller den Betrieb als Buchhandlung und Verlagsgesellschaft im Stumpfebiel. Nach zweimaligem Besitzerwechsel erwarb Richard Schmidt 1923 das Geschäft, erweiterte den Laden und verlagerte ihn in die Barfüßerstraße 7. 1960 wurde der heutige Standort bezogen. 1966 übernahm Sohn Rainer Schmidt den elterlichen Betrieb nach dem Tod des Vaters, 1972 wurde die Filiale auf dem Campus eröffnet.“
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