„Frisch auf den Tisch“ – die Novitäten des Monats – ist eine feste Rubrik in jedem BuchMarkt-Heft: Verleger und Lektoren empfehlen ihre wichtigsten Neuerscheinungen.
Armin Mueller-Stahl, Die Blaue Kuh, Hatje Cantz
„Ich freue mich sehr über unser neues Liebhaber-Büchlein: Armin Mueller-Stahl hat für Hatje Cantz sein 65 Jahre altes Gedicht Die Blaue Kuh wiederbelebt, das in der DDR zu einem regimekritischen Lied wurde. 20 wundervolle Aquarell- und Kohlearbeiten des Künstlers werden durch den handgeschriebenen Text ergänzt. Das handliche Geschenkbüchlein ist ein Must-have für alle Mueller-Stahl-Fans und bereits jetzt einer unserer Bestseller!“ – Cristina Ines Steingräber, Verlegerin
Mikko Rimminen, Als ich aufwachte, war so sehr Montag, dass es wehtat, dtv
„Das Leben ist schwierig, der Alltag undurchsichtig. Daher lassen die Brüder Petteri und Lefa die Dinge am liebsten möglichst locker auf sich zukommen und helfen der Entspannung gern einmal mit diversen Substanzen auf die Sprünge. Logisch, dass da so einiges aus dem Ruder läuft. Mikko Rimminens Roman eines Lebensgefühls ist von entwaffnender Komik – eine abgefahrene finnische Road Novel.“ – Hella Reese, Lektorin
Al Chaudhury, Zeitreise mit Hamster, Coppenrath
„Al Chaudhury nimmt den Leser mit auf ein herrlich verrücktes Abenteuer durch die Zeit und trifft mitten ins Herz – ein hinreißender Held, ein großartiger neuer Autor und eine wundervolle Hommage an den Wert der Familie! Mein absolutes Highlight!“ – Jutta Knollmann, Lektorat
Kerstin Chavent, Das Licht fließt dahin, wo es dunkel ist. Zuversicht für eine neue Zeit, Europa Verlag
„Kerstin Chavent prognostiziert den Paradigmenwechsel, vor dem wir alle stehen. Sie verliert sich angesichts der zahlreichen Probleme, denen sich die Menschheit aktuell gegenübersieht, jedoch nicht in Schwarzmalerei, sondern zeigt hilfreiche und oft auch überraschende Wege auf, die großen Herausforderungen unserer Zeit gut zu meistern und sogar daran zu wachsen. Denn es geht darum, aus der Welt von heute die Bedingungen für ein besseres Leben zu schaffen.“ – Jennifer Grünwald, Lektorin
Elena Ferrante, Die Geschichte eines neuen Namens, Suhrkamp
„Ferrantes große Saga geht weiter – und wie! Es ist das Neapel der sechziger Jahre, Lila und Elena sind inzwischen junge Frauen, und sie verzweifeln an ihren Lebensumständen. Doch trotz aller Widrigkeiten beharren sie immer weiter darauf, ihr Leben selbst zu bestimmen, auch wenn der Preis, den sie dafür zahlen müssen, bisweilen brutal ist. Woran die beiden sich festhalten, ist ihre Freundschaft. Aber können sie einander wirklich vertrauen?“ – Frank Wegner, Lektor
Zoë Miller, Das Geheimnis jener Tage, Insel
„Im September 1980 stürzt sich an der Küste von Cork ein junger Mann in die Fluten des aufgewühlten Meeres. Im letzten Moment kann eine vorbeispazierende junge Frau, Sylvie, ihn retten. Eine Begegnung, die nicht nur das Leben der beiden von Grund auf ändert, sondern auch das von Sylvies Tochter dreißig Jahre später in Dublin völlig aus den Angeln hebt … Der Roman hat alles was ein mitreißender Page-Turner braucht: Figuren, mit denen man mitfiebert, eine dramatische Geschichte, die einen nicht mehr loslässt – und natürlich ein Happy End!“ – Katrin Trometer, Lektorin
Angus Deaton, Der große Ausbruch, Klett–Cotta
„Angus Deaton schildert die Geschichte der menschlichen Selbstbefreiung. Eine Provokation für alle Nationalisten im Zeitalter der Globalisierung: Deaton spricht sich für eine „zeitweilige Migration“ der Ärmsten in die reichen Länder aus: Nur so können die Ungleichheiten ausbalanciert werden! Gedanklich, systematisch und stilistisch schon jetzt eines der herausragenden Sachbücher 2017.“ – Johannes Czaja, Lektor
Heike–Melba Fendel, Zehn Tage im Februar, Aufbau
„Zehn Tage im Februar, das sind zehn Tage eines Filmfestivals, kalte Tage, an denen die Frau verbissen auf ihrem Fahrrad durch die Stadt rast und im Kino sitzt, während der Mann verschwunden ist, es sind Nächte voller Tränen und des Wartens, es sind Tage des Erinnerns und des Nachdenkens über die immer gleiche Frage: Wie verdammt nochmal soll ich es leben, dieses Leben? Und wann genau ist mir der erste Irrtum unterlaufen? Heike-Melba Fendels erster Roman enthält genau genommen alles, was ein großer Roman enthalten muss, er ist widerspenstig, er ist aufrichtig, er ist komisch und er ist menschlich.“ – Lina Muzur, Lektorin
Martin Suter, Elefant, Diogenes
„Wie bekommt man diese Schauplätze zusammen: Die Zürcher Obdachlosenszene. Ein gentechnologisches Labor, eines in der Schweiz, eines in China. Ein Zirkus, der ums Überleben kämpft. Ein Land in Südostasien, in dem man Elefanten verehrt. Klingt das nicht alles verrückt? Martin Suters neuer Roman IST verrückt – so verrückt wie unsere Welt, in der alles machbar erscheint, auch ein rosaroter Mini-Elefant, der in der Dunkelheit leuchtet. Wieder einmal trifft Suter den Nerv der Zeit.“ – Ursula Baumhauer, Lektorin
Peter May, Die Inhaberstrategie im Familienunternehmen. Eine Anleitung, Murmann
„Die große Mehrzahl der Unternehmen in Deutschland sind Familienunternehmen. Sie bilden das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Um ihr Fortbestehen zu sichern, benötigen Familienunternehmen eine Inhaberstrategie. Diese legt unter anderem fest, wer zum Kreis der Inhaber und der Unternehmerfamilie gehören soll, welchem Auftrag sich die Inhaber verpflichtet fühlen, welche Ziele sie auf welche Weise erreichen wollen und welche Werte dabei maßgeblich sein sollen. Peter May, einer der führenden Experten für Familienunternehmen, erklärt in seinem Buch zum ersten Mal vollständig und zusammenhängend, wie eine maßgeschneiderte Inhaberstrategie erarbeitet werden kann. Für den dauerhaften Erfolg eines Familienunternehmens ist es damit von höchstem Wert.“ – Olaf Meier, Cheflektor
Der Krieg der Welten, Egmont Graphic Novel
„Mit Der Krieg der Welten präsentiert Egmont ein absolutes Schmuckstück der Weltliteratur. Illustrator Thilo Krapp nimmt sich dem großartigen Roman von H. G. Wells in einer Weise an, die ihresgleichen sucht. In wunderbaren Bildern zeigt Krapp, dass Der Krieg der Welten die Leser nach über 100 Jahren immer noch fesselt. Diese eng an den Roman angelehnte Graphic Novel versetzt uns in das Viktorianische England, das von dreibeinigen Kampfmaschinen vom Mars angegriffen wird. Die großen Eroberer des Empires werden plötzlich zu wehrlosen, militärisch völlig unterlegenen Opfern. Der Krieg der Welten ist grafischer Hochgenuss gepaart mit großartiger Satire – ein böser Seitenhieb auf die Kolonialpolitik des britischen Weltreichs.“ – Jonas Blaumann, Programmleitung