Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Ein einzigartiger Außenposten der Kriminalliteratur“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Bücherhimmel auf Erden“: Ein Prachtband versammelt lauter „Inselplakate“. „Als 2012 der hundertste Geburtstag der Insel-Bücherei anstand, entschloss man sich bei den Leipziger Buchwissenschaftlern, dieses Ereignis öffentlichkeitswirksam zu feiern, also entwickelte man eine Idee, die sich seitdem verselbständigt hat: die Inselplakate. (…) Alle diese Plakate bis hin zu den jüngsten von diesem Frühjahr („Kulinarisch“, „Fernweh“, „Erotisch“) sind jetzt im großformatigen Band Leipziger Inselplakate der Edition Hamouda versammelt, eingeleitet und kommentiert von Siegfried Lokatis, der damit sein Erbe übergibt.
  • „Als Poetin der Freiheit will sie selbst frei sein“: Zum achtzigsten Geburtstag von Monika Maron erscheint ihre dritte Essaysammlung. „Bei Monika Maron kam immer beides zusammen: in ihrer Liebe zur Freiheit. Die wird sie, die morgen runden Geburtstag feiert, weiter streitbar und umstritten machen.“
    Monika Maron, Was ist eigentlich los? Ausgewählte Essays aus vier Jahrzehnten (Hoffmann und Campe)
  • „Spontaneität als Qualitätsmerkmal“: Gerhard Wolf sammelt in seinem Band Herzenssache Reden und Aufsätze der letzten zwanzig Jahre. „Leichtfüßig und klug geht Wolf seine Porträts an; wenn er behauptet, ‚mehr spontan als systematisch‘ vorzugehen, oder ‚bruchstückhaft, den ersten Assoziationen folgend‘, stapelt er bewusst tief.“
    Gerhard Wolf, Herzenssache. Memorial – unvergessliche Begegnungen (Aufbau Verlag)
  • „Und wenn sie einfach gingen?: Rumena Bužarovskas Ehedramen. „Elf Ich-Erzählerinnen schildern in Rumena Bužarovskas Mein Mann in eben so vielen ‚Stories‘ – so die Gattungsbezeichnung des Bandes – das gegenwärtige oder vergangene Zusammenleben mit einem Polizisten, Maler, Gynäkologen, Unternehmer oder mit einfachen Angestellten. (…) Jede dieser Frauen hat ein Geheimnis, das sie nicht ausspricht, aber erraten lässt, und bei allem Grellen an der Oberfläche dieser Geschichten – der Autorin ist es sichtlich nicht um Deeskalation zu tun, und wo sich eine Katastrophe schildern lässt, greift sie zu – ist es diesem Umstand geschuldet, dass man das Buch mit wachsender Teilnahme liest.“
    Rumena Bužarovska, Mein Mann. Stories. (Suhrkamp Verlag)

  • „Jenseits der Dunkelziffer“: Die nächste Pandemie kommt bestimmt: Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld haben vier Thesen für eine Strategie der Vernunft. „Es ist nicht anzunehmen, dass Nida-Rümelin ein Wächterrat wie in der Islamischen Republik Iran vorschwebt – aber in die Richtung geht es. Der Unmut über diese Art von Bevormundung ist sehr real, und ihn sollte berücksichtigen, wer Hass und Trotz der Querdenker begreifen will.“
    Julian Nida-Rümelin/Nathalie Weidenfeld, Die Realität des Risikos. Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren (Piper)
  • „Freiheit, die sie meint“: Zum 80. Geburtstag erscheinen Essays von Monika Maron. „Und es ist tatsächlich entscheidend, dass es dieses Buch jetzt gibt, in dem man nachschauen kann, an welcher Stelle sich in ihrem Schreiben etwas dreht. Wann aus der Monika Maron, die von der Freiheit redet, sich nicht nur zu beschweren, sondern zu handeln, die Monika Maron wird, die selbst weinerlich wird.“
    Monika Maron, Was ist eigentlich los? Ausgewählte Essays aus vier Jahrzehnten (Hoffmann und Campe)
  • „Schmerzliches Zubettgehen“: In Paris sind frühe Entwürfe von Prousts Romanzyklus Auf der Suche nach der verlorenen Zeit aufgetaucht. „Nicht nur in seinem Inhalt, sondern auch in seiner Genese offenbart Prousts Romanwerk immer neue Aspekte.“

  • „Den Boden unter den Füßen verlieren“: David Peace beendet seine hypnotische, nachtdunkle Japan-Trilogie. „Der 1967 geborene Brite David Peace besetzt im Genre der Kriminalliteratur einen einzigartigen Außenposten. Seine Romane auf den Boden von wahren Vorkommnissen stellend, geht es ihm doch nicht um die „Aufklärung“ dieser historischen Fälle. (…) Peace schafft Texturen, Satzstrukturen, Wiederholungen, die einerseits der Leserin, dem Leser ein erhebliches Maß an Konzentration abfordern, die andererseits etwas Hypnotisches haben, im Kopf nicht nur Sinn, sondern auch Klang erzeugen.“
    David Peace, Tokio, neue Stadt (Liebeskind)

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