Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: „Mit allen Wassern des Storytellings gewaschen“

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:“

  • „Die Gegenleben des Philip Roth“: Zwei Biographen wollen alles über den Autor erzählen. „Während Bailey sich direkt mit Roth unterhalten hat, reklamiert Ira Nadel gerade seine Distanz als Vorteil für sich.“
    Ira Nadel, Philip Roth – A Counterlife (Oxford University Press)
    Blake Bailey, Philip Roth – The Biography (Norton)
  • „Sieben Hügel waren ein guter Anfang“: Doch der Hamburger Markusplatz blieb ein Projekt: Wolfgang Pehnt zeigt materialreich und eindrucksvoll, wie westliche Städte sich an Vorbildern ausrichteten. „Sein Buch ist nicht bloß für ein Fachpublikum interessant, und würde der Verlag in kommenden Auflagen noch versuppte Bilder und Karten reparieren, würde dieses Städtelob auch optisch überzeugen.“
    Wolfgang Pehnt, „Städtebau des Erinnerns“. Mythen und Zitate westlicher Städte (Hatje Cantz Verlag)
  • „In einen Omnibus passt viel pralles Leben“: Richard Schuberths Episodenroman bringt einen kurdischen Freiheitskämpfer aus dem Exil zurück in sein türkisches Dorf. „Richard Schuberth ist mit allen Wassern des Storytellings gewaschen. Und man spürt die pointierte Feder des Satirikers. Raffiniert und effektvoll verschränkt er die verschiedenen Fäden.“
    Richard Schuberth, Bus nach Bingöl (Drava Verlag)
  • „Sag es mit Dante“: Sahra Wagenknecht setzt an zur Attacke. „Man kann es als Ironie der Geschichte ansehen, dass etwas, das in den letzten Jahren als ‚rechts‘ zermalmt und auf den Index gesetzt worden ist, jetzt ganz unbefangen von links zurückgeholt und wiederhergestellt werden soll.“
    Sahra Wagenknecht, Die Selbstgerechten. Mein Gegenprogramm – für Gemeinsinn und Zusammenhalt (Campus Verlag)

  • „Dich schützen sie nicht“: „Gerade kommt beeindruckende Literatur aus den Bereichen Deutschlands, die von Ausschluss und Gewalt bedroht sind.“ Shida Bazyars Roman Drei Kameradinnen erzählt von Frauen in Alarmbereitschaft. Bayzar „schickt uns auf eine Erkundungsreise, mitten hinein in den Abgrund deutscher Identitätspolitik – ein furioses zweites Buch.“
    Shida Bazyar, Drei Kameradinnen (Kiepenheuer & Witsch)
  • „Die Möglichkeit einer Insel“: Woher kommt die Sehnsucht nach Isolation? Ein Arzt und ein Autor suchen in ihren Büchern nach Antworten. „Die Erkenntnis der Briten: Im Wunsch nach der eigenen Insel ist das Scheitern schon angelegt.“
    Gavin Francis, Inseln. Die Kartierung einer Sehnsucht (Dumont)
    Alastair Bonnett, Das Zeitalter der Inseln. Von untergehenden Paradiesen und künstlichen Archipelen (C. H. Beck Verlag)
  • „Nie weit vom Meer“: Cees Nootebooms später Gedichtband „Abschied“. „Dass Nooteboom melancholische Gedichte schreibt, ist oft bemerkt worden, wie überhaupt die Melancholie zu den Eigenheiten des gesamten Werks zu gehören scheint.“
    Cees Nooteboom, Abschied. Gedichte aus der Zeit des Virus (Suhrkamp)

  • „Verdrängt, verharmlost, vertuscht“: Martín Steinhagen über den Mord an Walter Lübcke und Strategien des rechtsextremen Terrors. „Die Einzelheiten, die Martín Steinhagen in seinem Buch zur Vorgeschichte und zum konkreten Anlass der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke schildert, sind und bleiben erschreckend.“
    Martín Steinhagen, Rechter Terror. Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt (Rowohlt Polaris)
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