Danach fragen Kunden Umgeblättert heute: Neue Krimis

Jeden Morgen blättern wir für Sie durch die Feuilletons der führenden Tageszeitungen – damit Sie schnell einen Überblick haben, wenn Kunden ein bestimmtes Buch suchen oder Sie nach einer Idee für einen aktuellen Büchertisch:

  • „Wo Politiker Glück predigen und Morde beauftragen“: Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka entwirft in Die glücklichsten Menschen der Welt entwirft ein großes Gesellschaftspanorama Nigerias. „Die glücklichsten Menschen der Welt ist in Soyinkas fast sieben Jahrzehnte umspannendem literarischem Schaffen erst der dritte Roman. Den letzten schrieb er vor rund einem halben Jahrhundert. Dass er im Alter von siebenundachtzig Jahren weder seine Wut auf das Unrecht noch seinen scharfen Blick für gesellschaftliche Ungerechtigkeiten eingebüßt hat, beweist die Fülle an Themen, die er in seine Krimihandlung eingeflochten hat.“
    Wole Soyinka, Die glücklichsten Menschen der Welt (aus dem Amerikanischen von Inge Uffelmann; Blessing)
  • „Rasiermessertränen in Virginia“: S.A. Cosby, bekannt geworden mit Blacktop Wasteland, führt in die Welt der schwarzen Communities – und entdeckt jede Menge Abgründe. „Razorblade Tears heißt Die Rache der Väter im Original, Rasiermessertränen also; die wesentlich elegantere Alternative zum deutschen Titel, auch wenn die Vaterschaft hier natürlich den thematischen roten Faden bildet. Zunächst springen die Kapitel noch zwischen den Hintergrundgeschichten hin und her, analysieren im Rückblick zwei emotional belastete Vater-Sohn-Beziehungen, aber sobald Ike und Buddy Lee einmal zusammenhängen, gibt es kein Zurück mehr.“
    S. A. Cosby, Die Rache der Väter (aus dem Englischen von Jürgen Bürger; Ars Vivendi)
  • „Der Balkan liegt jetzt in Sydney“: In ihrem preisgekrönten Debüt Der zweite Sohn schildert Loraine Peck die Binnendynamik eines Bandenkriegs. „So kredenzt Loraine Peck mit einem Augenzwinkern und einem Schuss Humor ein Mafia-Märchen, das Spuren des Psychothrillers enthält. Für Vertreter der reinen Lehre ist das nicht schwergewichtig genug, unterhaltsam ist es allemal. Die Fortsetzung ist schon in Arbeit.“
    Loraine Peck, Der zweite Sohn (aus dem Englischen von Stefan Lux;  Suhrkamp)
  • „Vergil in Rhode Island“: Krimis in Kürze
    Harry Kämmerer, Totwald (Nagel & Kimche)
    Jacob Ross, Die Knochenleser (Suhrkamp)
    Don Winslow, City on Fire (Harper Collins)

Das Politische Buch

  • „Unbedingter Wille zur Unabhängigkeit“: Wolfgang Templin hat eine vorzügliche Biografie über Józef Piłsudski, den Staatsgründer der polnischen Republik, geschrieben – auch als Beitrag zur deutsch-polnischen Verständigung. „Sein Protagonist macht es ihm leicht, Piłsudskis bewegtes Leben ist an sich schon fesselnd, Templin aber hat daraus einen Abenteuerroman im besten unterhaltenden Sinne gemacht und zugleich ein Nachschlagewerk geschaffen, in dem viele Kapitel in dem übersichtlich gegliederten Werk dazu taugen, auch auf die Schnelle noch mal die Zeit der Staatsgründung 1918 oder die ersten konspirativen Tätigkeiten des jungen Józef gegen das russische Zarenreich 1887 nachzulesen.“

    Wolfgang Templin, Revolutionär und Staatsgründer. Józef Pilsudski – Eine Biografie (Ch. Links)

  • „Die Nüchternen und die Lockeren“: Anna Sauerbrey über eine neue Politiker-Generation. „Auf 300 Seiten beschäftigt sich die Autorin mit dem Generationenbegriff und dessen Grenzen: Wie realistisch ist es, dass alle Menschen, die zwischen 1965 und 1980 geboren wurden, die Welt ähnlich sehen? Ist eine Generation damit nicht immer auch ein Konstrukt?“

    Anna Sauerbrey, Machtwechsel. Wie eine neue Politikergeneration das Land verändert (Rowohlt)

 

  • heute nichts

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