"Ihre Texte sind so fein gearbeitet, dass man sie die Seidenstickerin unter den Kolumnisten nennen könnte" Mely Kiyak erhält den diesjährigen Kurt-Tucholsky-Preis

Mely Kiyak (c) Jacqueline Illemann

Mely Kiyak erhält den diesjährigen Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik für Frausein und ihre Tätigkeit als Kolumnistin und Essayistin.

Aus der Jurybegründung: „Mely Kiyaks Stil, ihre Qualität, ihre Vielfalt, ihre Schärfe und ihr Witz sind nicht nur unverwechselbar, sondern in Ausdauer, Klarheit, Ernsthaftigkeit, Mut, Einsatzbereitschaft und Klugheit unbestechlich. […] Mely Kiyaks Texte sind so fein gearbeitet, dass man sie die Seidenstickerin unter den Kolumnisten nennen könnte.“

Die Preisverleihung findet am 12. September im Theater im Palais in Berlin statt, der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Zur Jury gehören Doris Akrap, Zoë Beck, Dr. Ulrich Janetzki, Prof. Dr. Stuart Parkes und Nikola Richter.

Aus Anlass des 60. Todestages von Kurt Tucholsky wurde 1995 der Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik gestiftet. Alle zwei Jahre werden mit ihm engagierte deutschsprachige Publizist_innen oder Journalist_innen ausgezeichnet, die der „kleinen Form“ wie Essay, Satire, Song, Groteske, Traktat oder Pamphlet verpflichtet sind und sich in ihren Texten konkret auf zeitgeschichtlich-politische Vorgänge beziehen. Ihre Texte sollen im Sinne Tucholskys der Realitätsprüfung dienen, Hintergründe aufdecken und dem Leser bei einer kritischen Urteilsfindung helfen. Die Auswahl der Preisträger_innen erfolgt durch eine fünfköpfige Jury; das Preisgeld beträgt mit dem Jahr 2015 5.000 Euro (bis 2013: 3.000 Euro).

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