Betzdorf: Sarrazin muss schließen

„In der Verbandsgemeinde Betzdorf gibt es dann kein Fachgeschäft für Bücher mehr“, schreibt die Siegener Zeitung in ihrer Online-Ausgabe, und meint: Gestern hat Hartmut Sarrazin sich dazu entschlossen, heute seine Buchhandlung aufzugeben.

Ein Hiobsbotschaft nicht nur für die Mitarbeiter: Wer sich von seinem Stamm-Buchhändler h.h. auch vom Traditionsgeschäft in Betzdorf verabschieden möchte, hat heute zum letzten Mal Gelegenheit dazu. Ab morgen gibt es in Betzdorf keine Buchhandlung mehr.

„Mit dem Schritt, jetzt zu schließen, überrascht Hartmut Sarrazin seine Familie ebenso wie seine Mitarbeiter und Kunden. Drei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte sind betroffen, rund die Hälfte sind Mitglieder der Familie Sarrazin“, schreit die Siegener Zeitung. Aus dem Grund für diese Entscheidung machen der Inhaber und sein Vater Wolfgang Sarrazin, der die Buchhandlung einst gründete und inzwischen Angestellter ist, kein Geheimnis: „Der Hauptgrund ist, dass ich den Kapitalbedarf falsch eingeschätzt habe – zu niedrig“, so der Sohn, der die Buchhandlung 2007 von seinem Vater übernommen hatte. Er habe die Immobilie gekauft, seinem Vater das Geschäft abgekauft, ein Haus gekauft. Er habe sich übernommen, gibt Sarrazin unumwunden zu.

Das Geschäft an sich laufe rentabel, so Sarrazin gegenüber der Zeitung. Der Umsatz sei zwar zurückgegangen, aber weniger als im Branchen-Durchschnitt. Deshalb hofft die Familie Sarrazin auch, dass sich ein Käufer findet. Am Nachmittag wird ein Lastwagen eines Grossisten erwartet, der die Restbestände mitnimmt. Dann endet eine Ära.

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