Für ihr Jugendbuchdebüt "Fair Play" (Rowohlt) Der Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2021 geht an Kerstin Gulden

Kerstin Gulden (c) privat

Der Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2021 geht an Kerstin Gulden. Gulden bekommt den Preis für ihr Jugendbuchdebüt Fair Play (Rowohlt). Der mit 8.000 Euro dotierte Preis wurde der Autorin heute, am Freitag, 19. November, im festlichen Rahmen im Kulturzentrum PFL von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann überreicht.

Unter 272 Einsendungen, darunter 85 verlegte Werke und 187 Manuskripte, hatte die Jury zunächst drei Nominierte ausgewählt: Michaela Beck mit ihrem Jugendbuchmanuskript Ein Himmel voller Eskimos, Enikö Gömöri mit ihren Illustrationen zu dem Bilderbuchmanuskript Ich bin doch ein Löwe sowie Kerstin Gulden mit ihrem Jugendbuch Fair Play. „Gerade Debut-Arbeiten von Autorinnen und Autoren greifen brennende Themen schnell auf und werden zu überraschenden, neuen Stimmen in der Literatur. Wir freuen uns sehr, dass mit der Auswahl drei Autorinnen geehrt werden, die aus Sicht der Jury aktuelle Themen zeitgemäß und künstlerisch eigenständig umgesetzt haben“, begründet Christine Paxmann, Mitglied der fünfköpfigen Jury, deren Auswahl.

Letztendlich entschied sich die Jury für Kerstin Gulden als Preisträgerin: „Fair Play ist ein origineller und äußerst spannender Jugendroman, der sich mit einem neuartigen Lösungsansatz der Klimakrise beschäftigt. Somit ist er nicht nur aktuell, sondern spiegelt wider, womit die Jugend heutzutage unter anderem ringen muss: der Umweltkrise und dem zunehmenden Einfluss von Social Media, der sich in Gruppenzwang und verdrehten Selbstwahrnehmungen äußert. Kerstin Gulden kreiert lebendige und selbstständige Figuren, alle mit eigenen, anderen Motivationen und unterschiedlichen Charakterentwicklungen. Die Protagonistinnen und Protagonisten durchleben Konflikte und Situationen, wie sie auf alle Jugendlichen zutreffen, wodurch sie ihnen näherkommen und realer wirken. Eine Geschichte über Vertrauen, Solidarität und Freundschaft, die ihre Zielgruppe erreicht“, so die Schülerjurorin Angelina Sawodowskie.

Die Preisrede hielt der Autor Heinz Janisch – Corona-bedingt per Videobotschaft aus Österreich: „‚Wir haben ein Geschenk für dich. Unsere Geschichte‘ heißt es zu Beginn des Romans. Als skeptischer Leser, der erst überzeugt werden musste, danke ich Kerstin Gulden für dieses Geschenk, für diese Geschichte, die mir – bis zur letzten Zeile – nah gegangen ist und die in mir weitergeht. Die Frage nach dem ‚Fair Play‘ – sie stellt sich immer und überall, und die Antworten – sie bleiben schwierig. Für alle von uns. Ich wünsche diesem Roman viele Leserinnen und Leser, wie jung oder alt sie auch sein mögen.“

 

 

 

 

 

 

 


  
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