Für ihre Übersetzung aus dem Niederländischen von Marieke Lucas Rijnevelds Roman "Was man sät" (Suhrkamp Verlag) Der Straelener Übersetzerpreis 2021 geht an Helga van Beuningen

Der Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW wird in diesem Jahr der Literaturübersetzerin Helga van Beuningen zugesprochen. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird von der Kunststiftung NRW in Kooperation mit dem Europäischen Übersetzer-Kollegium in Straelen vergeben.

Helga van Beuningen (c) privat

Helga van Beuningen erhält den Preis für ihre Übersetzung aus dem Niederländischen von Marieke Lucas Rijnevelds Roman Was man sät (erschienen 2019 im Suhrkamp Verlag).

Die Begründung der Jury: „In Was man sät betreten wir eine enge bäuerliche Welt, die durch den Tod des ältesten Sohns aus dem Gleichgewicht geraten ist. Der 10-jährigen Prot gonistin Jas verleiht Helga van Beuningen die Sprache eines Kindes, das seine Umwelt gnadenlos genau wahrnimmt. Die Verwirrung der Kinder, die von denErwachsenen in ihrer seelischen Not alleingelassen werden, schlägt um in Grausamkeit: Mit einer geradezu furchtlosen Genauigkeit übersetzt Helga van Beuningen die verstörenden Szenen und die oft drastische Metaphorik. Mit bewundernswertem Einfühlungsvermögen hat sie den Roman von Marieke
Lucas Rijneveld, geboren 1991, glaubwürdig ins Deutsche gebracht.“

Der Preis würdigt zugleich van Beuningens übersetzerisches Lebenswerk.
Den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis zum Straelener Übersetzerpreis 2021 der Kunststiftung NRW erhält Anna-Nina Kroll für den aus dem Englischen übersetzten Roman Milchmann von Anna Burns (erschienen 2020 im Tropen Verlag (Klett-Cotta)).

Der Straelener Übersetzerpreis gehört zu den höchstdotierten
Literaturpreisen im deutschsprachigen Raum und wird seit 2001 im niederrheinischen Straelen vergeben.

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